Bővebb ismertető
Vorwort
Vorwort
Es gibt einen erfolgreictien und vielseitig begabten Menschen, der einst nach diversen Gläsern Weißwein von der eigenen Erinnerung an verflossene Fußballerlebnisse überwältigt war. Da stimmte er ein Klagelied an: »Was hätte aus mir werden können, wären nicht MiUiarden Hirnzellen mit völlig nutzlosen Fuß-baUresultaten blockiert!« Wer diesen Gedanken kennt, weiß, daß jede Gegenwehr nutzlos ist. Aber es gibt keinen Grund, darunter zu leiden. Sind sie nicht ein Stück von uns, die Tore, die wir sahen oder sehen wollten, die Spiele, die uns aufwühlten, die Spieler, die wir bewunderten oder belächelten? Weil der Löschbefehl für Teüe der menschlichen Festplatte noch nicht erfunden ist, gibt es nur eine JVlöglichkeit, die Sache mit Gewinn zu handhaben: als Chance, sich im Haus der Erirmerung wohnlich einzurichten.
Dieses Buch ist aktive Lebenshilfe für alle, denen Fußball nicht gleichgültig ist. Man kann es lesen als Geschichtensammlung. Als Nachschlagewerk für Thekenwetten. Als Lesebuch für Nachttisch und Toilette. Als Zeitreiseführer zwischen Dichtung und Wahrheit. Als Mythologie des Alltags am Beispiel seines schönsten Spieles. Und natürlich als Navigationssystem für die ungeordnete Festplatte unserer Fußballerinnerungen. Es hilft, die Verknüpfungen herzustellen zwischen dem, was man schon wußte, dem, was man zu wissen glaubte, und dem, was man noch nie gehört hat.
Der Fußball besteht aus 33 Teilen.Von annähernd so vielen Seiten aus kann man ihn betrachten. Dieses Buch tut es in 29 Kapiteln. Weil dabei manches Elementare des Spieles, das verschiedene Perspektiven benötigt, auch in verschiedenen Kapiteln auftauchen muß, kann es passieren, daß der Leser auf einer Seite etwas liest, das ihm schon woanders begegnet ist — so wie er zum Beispiel den Elfine-ter in den Kapiteln »Technik«, »Tor« und »Angst« findet. Ein System von Verweisen und ein umfangreiches Register schaffen hier, soweit möglich, die Verknüpfungen zum Querlesen. Und zum Querdenken über Fußball.
Christian Eichler