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Hinweise für den Benutzer
Eine Einführung in die Grundfragen der Psychologie, in ihre Geschichte und ihre Hauptrichtungen ist dem Alphabet vorangestellt. In vielen Fällen bietet das Register am Schluß des Bandes eine erste Orientierung. Hier finden sich mit kurzer Erklärung viele Fachausdrücke, die nicht als Stichwörter aufgenommen worden sind, mit Verweisen auf die Zusammenhänge, in denen sie im Text behandelt werden. Ähnliches gilt für bedeutende Psychologen, die im Register mit ihrer wesentlichen Leistung und ihren Lebensdaten genannt werden.
Eine systematisch gegliederte Bibliographie nach dem Schluß des Alphabets führt grundlegende und weiterführende Werke auf.
In den einzelnen Sachartikeln stellen die kursiv gesetzten Wörter zugleich Verweise auf die entsprechenden Stichwörter dar.
Einleitung
Die Psychologie untersucht als »Wissenschaft von der Seele« die inneren Kräfte, die uns antreiben, die Herkunft und Bedeutung der Gefühle, ihr Zusammenspiel und ihren Widerstreit, die gefühlsbetonten Beziehungen der Menschen zueinander, die Möglichkeiten der gegenseitigen Beeinflussung, die Ursachen seelischer Störungen und Krankheiten wie die Wege zu ihrer Behebung.
In dieser Wissenschaft ist der Mensch selbst der Gegenstand seiner eigenen Forschung. Deshalb besteht die große Schwierigkeit der Psychologie in der Aufgabe, vorgefaßte Wunsch- und Angstvorstellungen von »dem Menschen« zu überwinden und zu Seinesgleichen, also auch zu sich selbst, eine kritische Distanz zu gewinnen, wie sie etwa ein Mathematiker dem Reich der Zahlen gegenüber einnimmt. Diese Forderung ist allerdings schon deshalb kaum zu erfüllen, weil es die Psychologie in ihrem Kern nicht mit meßbaren Größen zu tun hat. Gefühle lassen sich ja nicht einmal eindeutig beschreiben oder klar voneinander abgrenzen. Sie gehorchen offenkundig nicht jener Logik, die vor allem unseren technischen Einrichtungen zugrunde liegt. Auch gleicht kein Mensch dem anderen, so daß sich starre Regeln nicht aufstellen lassen. So ist immer wieder der Eindruck entstanden, die Seelenkunde könne überhaupt nicht als Wissenschaft betrieben werden. Über unser Innenleben scheinen die Dichter mehr zu wissen als die Gelehrten. Die prakdschen Erfahrungen, die jeder mit sich selbst wie mit seinen Mitmenschen macht, wirken einleuchtender als alle wissenschaftlichen Theorien, die zudem meist mit allzu vielen geheimnisvollen Fachausdrücken vorgetragen werden. Beinahe jedermann hält sich für einen guten Menschenkenner und stellt seine eigenen Einsichten oder Meinungen über das »Gerede« der Fachleute, die dem alltäglichen Leben so fern zu stehen scheinen. Für die Alltags-Psychologie wird das Recht des »gesunden Menschenverstandes« in Anspruch genommen, der doch meist nur ein »common sense«, ein gewöhnlicher Menschenverstand ist. Für unzählige Erscheinungen des seelischen Lebens reicht diese Art der Betrachtung nicht aus. Immer wieder handeln Menschen um uns herum in einer Weise, die wir unverständlich finden. Die Älteren unter uns sind Zeugen, Mitwirkende oder Opfer von zerstörerischen Entwicklungen der menschlichen Gesellschaft gewesen, die sich aus äußeren Einflüssen allein nicht erklären lassen. Wir selbst ertappen uns oft genug dabei, daß wir etwas tun, was wir eigentlich nicht tun wollten, was uns vielleicht sogar schadet. Hier läßt uns die