Bővebb ismertető
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Zwei oder drei kurze Bemerkungen zu diesem Buch
Mit der Fantasy verhält es sich im Prinzip so ähnlich wie mit den taktischen Mittelstreckenwaffen. Alles redet darüber, und keiner weiß so recht, was denn nun eigentlich alles unter diese Bezeichnung fällt. Fantasy ist englisch und bedeutet zunächst mal nichts weiter als »Phantasie«, »Imagination«. Ganz folgerichtig bezeichnet der Begriff in seinem Ursprungsland daher auch das Phantastische in seiner gesamten Bandbreite; in unserem speziellen Fall also den phantastischen Film in all seinen Spielarten. Verwirrend wurde die Sache erst, als der Begriff in den Siebzigern auch nach Deutschland exportiert wurde. Damals wollte ein findiger Lektor den deutschen Lesern unbedingt diverse Sword & Sorcery-Romane schmackhaft machen und vermarktete das Ganze kurzerhand unter der griffigen Bezeichnung »Fantasy«. Und wie das mit falschen Definitionen nun mal so ist, setzte sich auch diese Begriffsverwirrung recht schnell durch: Fantasy wurde zur Gattungsbezeichnung für eine Art von Literatur (wenn man sie so nennen kann), in der muskelbepackte Barbaren und dralle Amazonen schwertschwingend durch irgendwelche fiktiven Vorzeitreiche ziehen und dabei ihren sadomasochistischen Trieben frönen. Spätestens seit Tolkien hat sich zwar herumgesprochen, daß es auch noch andere Arten von Fantasy gibt. Nach wie vor bezeichnet Fantasy hierzulande aber nur eine Untersparte dessen, was man im angloamerikanischen Sprachraum unter dem Begriff versteht. In diesem Lexikon dagegen verwenden wir das Wort in seiner ursprünglichen, umfassenden Bedeutung. Für uns ist ein Fantasy-Film ein Film, in dem das Phantastische (genauer: das Übernatürliche, das Märchenhafte, das Mythische) in signifikantem Umfang in Erscheinung tritt. Oder weniger vornehm ausgedrückt: In diesem Buch finden Sie all jene phantastischen Filme, die wir im lexikon des science fiction-films (München 1983) und im lexikon des horror-films (Bergisch-Gladbach 1985) nicht abgehandelt haben.
Wir wollen nicht verschweigen, daß dieses Lexikon - von den knapp 150 »reinen« Fantasy-Filmen ä la Conan und Die unendliche Geschichte einmal abgesehen - zum überwiegenden Teil aus Grenzfällen besteht.