Bővebb ismertető
Tilo von Taß sitzt in einem Dancing von Monte Carlo beim Cock-tail und lauscht mißmutig und gelangweilt den rhythmischenKlängen der französischen Tanzkapelle. Er ist mit sich und derWelt unzufrieden. Seit Wochen versucht er sein Glück im Spiel-kasino. Anfangs ging alles gut. Er gewann so viel, daß die Summebeinahe ausgereicht hätte, die Schulden daheim auf dem GutshofLindeck bei Dinkelsbühl zu bezahlen. Zu diesem Zweck hatte erdie Reise an die Riviera angetreten. Oder war er vor dem tägli-chen Einerlei und vor Simone, seiner jungen Frau, geflüchtet, dieimmer so vorwurfsvoll zu ihm aufblickte, wenn er nach einerdurchzechten Nacht mit ausgelassenen Freunden und Freundin-nen nach Hause kam und hier das Gelage fortsetzte?Tilo denkt mit durchfurchter Stirn an den Eklat, den es gegebenhat, als er Goldregen, die rassige Stute seiner Frau, Siegerin inzahlreichen Reitturnieren, verkaufen mußte, um sich das Geld fürdiese Reise zu beschaffen. Es war eine schreckliche Szene. Immerwieder steht sie vor ihm. Diese Erinnerungen haben ihn auch da-von abgehalten, heimzureisen wie es ursprünglich geplantwar , als er im Spiel gewonnen hatte. Er ist in leichte Gesellschaftgeraten und hat weiter gespielt und den ganzen Gewinn wiedereingebüßt. Eben kommt er vom Pfandleiher. Dort hat er seinengroßen Brillantring versetzt, ein altes Familienstück. Nun grübelter darüber nach, wie er die Summe, die man ihm dort ausgezahlthat, am lukrativsten anlegen kann. Er weiß, es ist hier in MonteCarlo seine letzte Chance.Plötzlich setzt sich eine Dame zu ihm an den Tisch. Tilo mustertsie mit abschätzenden Blicken. Sie ist eine Fünfzigerin, die mit denMitteln der Kosmetik versucht hat, sich um ein Jahrzehnt zu ver-jüngen. Ihre Handtasche trägt eine winzige Krone als Verzierung.Die Dame macht einen begüterten Eindruck. Alter Adel schätztTilo und überlegt vielleicht bietet ihm Madame eine Möglich-keit, seiner miserablen Lage zu entrinnen.Die Musik spielt einen Tango. Von Taß verneigt sich. Madame