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Wenn das so weitergeht, tu' ich mir was iin. Trübsinnig werde ich vor Langeweile oder begehe einen dummen Streich. Oder werde am Ende gar vernünftig. Entsetzlicher Gedanke! Vernünftig! So ein Leben zu führen wie ein braver Staatsbürger, wie so ein Herdenmensch, so eine Nummer! Bedrohliche Anzeichen sind genug dafür vorhanden. Ich fange an, über mein Leben nachzudenken. Versuche, mich zu analysieren, und spitze sogar den Gänsekiel, um über mich zu schreiben! Aber mit irgend etwas muß der Mensch doch seine Zeit totschlagen. Bis jetzt habe ich immer meinen Stolz darein gesetzt, aUe sogenannte Vernunft, alle Bedenken, alles Überlegen aus meinem Leben auszuschalten. Wollte mein Leben genießen, wie es die Minute vor mich hinwirft, und habe nie gezögert, es anzupacken und festzuhalten, wo und wann es sich mir bot. Besonders, wenn es sich in Gestalt eines warmen Frauenleibes mir bot.
Da bin ich am Kern! Die Frau war bisher mein Leben. Die Frau ist schuld daran, daß ich aus meinem schönen, meinem geliebten Berlin fort mußte. Die Frau ist schuld daran, daß ich jetzt hier unten in dem sterbensfaden Ospedaletti hocke. Die Frau ist schuld daran, daß ich über mich nachdenke. Die Frau ist schuld daran, daß ich mit einem Male soviel Tinte konsumiere.
Die Frau ist an allem schuld! Die Frau nicht als der große pathetische Lebensinhalt überspannter Gefühlsathleten. Nicht als die Verkörperung des Bösen nadi Ansicht etlicher Philosophie-Idioten. Nicht als Genußmittel, nicht als Kindererzeugungsmaschine. Und nicht die Frau als Göttin, als Idol. Das am allerwenigsten.
Nein, die Frau als — die Frau. Als Begriff, Gott sei Dank als kein hypothetischer, die Frau, nach der es den Mann drängt, er mag es zugestehen oder nicht. Die Frau, um derentwillen Hunderte von