Bővebb ismertető
In riesigen Kristalleuclitern flammte das Licht von Hunderten von Kerzen und spiegelte sich in den golden bemalten Wänden des weiten Saales wider. Die Portieren aus französischem Brokat waren zurückgezogen; der Glanz sollte auch nach draußen dringen, wo das Volk im Schnee wartete; sollte durch die hohen Glastüren über die Terrassen des Schlosses glänzen; sollte im Schnee glitzern und hinauf in den eisigen, sternübersäten Nachthimmel fliegen. Jeder sollte zusehen können, vor allem das Gesinde, die Knechte, Mägde und Diener, die Köche, Gärtner und Kammerfrauen, die Putzmädchen, die kleinen Näherinnen und Korsettmacherinnen, die Soldaten der zaristischen Garde, die in dicken Pelzen Wache standen und das Schloß abriegelten.Sie alle würden am nächsten Morgen davon erzählen, und der Glanz dieser Nacht würde nicht allein in St. Petersburg bleiben, er würde durch das ganze Reich von Mund zu Mund fliegen: Es war ein Fest, wie es der Zar noch nie gefeiert hatte: Silvester 1913. Ein Zarenball als Demonstration: So reich, so stark, so sicher ist Rußland! So sehr liebte Gott dieses Land, daß auch das neue Jahr 1914, das in wenigen Stunden begann, ein Jahr des Glücks für Rußland werden würde.Das im Kerzenlicht spiegelnde Parkettmosaik aus den edelsten Hölzern war leer. Die Gäste im Saal standen an den Wänden, wie Puppen an einem unsichtbaren Draht aufgereiht. Puppen in den kostbarsten Roben französischer Schneider, behängt mit Brillanten und Perlen, in den kunstvollen Frisuren Diademe oder Blüten aus Rubinen ünd Smaragden. Dazwischen die schwarzen Fräcke der Herren mit den gestärkten weißen Hemdbrüsten, behangen mit5