Bővebb ismertető
Einleitung
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Aus den Aufzeichnungen von Dr. Fabius, Arzt in Bali
Als ich von der kleinen Gouvernementsklinik heimkam, in der ich den ganzen Morgen lang etliche Arten Fieber, Wunden von scharfen Bambusschnitten und tropische Geschwüre behandeh hatte, fand ich ein Fahrrad an die Eingangspforte meiner Mauer gelehnt. Ich ging schnell durch den Hof, denn ich war neugi'erig, wer mich besuchen kam. Meine holländischen Freunde lächeln gern darüber, daß mein Hof im Stil der Eingeborenen gebaut ist. Das Haupthaus mit weißgetünchten Lehmwänden und einem Vorbau, umgeben von vielen kleineren Häusern oder Bales. Bales, das sind erhöhte Plattformen, von Dächern aus Alang-Alang-Gras beschattet, die auf Pfosten ruhen. Manche der Bales haben eine oder sogar zwei Wände aus Lehm, und gegen Sonne und Regen können Bambusmatten vorgehängt werden. Es lebt sich gut und luftig in diesen Bales, und nur das Haupthaus hat richtige Wände. Der ganze Grund ist von einer Mauer umschlossen, über die Palmen und Fruchtbäume so hoch hinaufragen wie ein Wald.
Auf dem Fußboden des offenen Vorbaues kauerte Ida Bagus Putuh, und eine Stufe tiefer hockte der Schnitzer Tamor. Beide sind aus dem Dorf Taman Sari, das nahe der Küste und mehrere Stunden weit vom Fuß des Gebirges entfernt liegt, wo ich wohne. Die beiden falteten die Hände und hoben sie zur Schulter, um mich zu begrüßen. Ida Bagus tat es mit erlesener Höflichkeit, und Tamor, der moderne Ideen hat, lachte dazu mit vielen ebenmäßig gefeilten weißen Zähnen, so, als nähme er die Zeremonie nicht ganz ernst. Tamor ist ein schöner und geschickter Bursche, der manchmal ganz erstaunliche Schnitzereien zuwege bringt. Er trägt gern bunte Sarongs und schöne Kopftücher, die mit besonderem Schwung um seinen schmalen ägyptischen Schädel ge-