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May Pentecost war nicht mit sich zufrieden. Ihr Schwiegervater hatte ihr von dem neuen Gutsverwalter erzählt, den er einstellen wollte. »Seine Frau ist vor kurzem gestorben«, hatte er ' schließlich gesagt. »Und er hat eine kleine Tochter. Das ist das Problem.« Offenbar hatte der alte John Pentecost gehofft, sie werde sagen: »Dann ist es wohl besser, sie wohnen bei uns im Hause, Schwiegervater. Da kann ich mich um die beiden kümmern. Ich mache das schon.« Sie hatte jedoch nichts gesagt. Und warum nicht? fragte sie sich. Weil ich - wie jeder heutzutage-meine Ruhe haben will. Ich will mit den Problemen anderer Leute nichts zu tun haben.
Ja, das war der wahre Grund. Vergebens sagte sie sich zu ihrer Verteidigung, daß sie genug damit zu tun hatte, sich um das große Haus zu kümmern und ihren reizbaren Schwiegervater, ihren empfindsamen Mann, den siebenjährigen Schlingel Gaylord und das kleine Baby zu versorgen. Es nützte nichts. Das Gewissen war ein strenger Richter.
Vielleicht hatte ihr Mann eher Erbarmen mit ihr als ihr Gewissen. Jocelyn war in seinem Arbeitszimmer, er schrieb an seinem neuen Roman. Sie ging zu ihm und sagte mit kläglicher Stimme: »Du - ich hab ein Problem.«
Jocelyn Pentecost blickte argwöhnisch von seiner Arbeit auf. Probleme konnte er entbehren, er hatte selber genügend. Aber May war offensichtlich beunruhigt. Sie sagte: »Dein Vater will den Schotten als Verwalter nehmen, und der ist Witwer und hat eine kleine Tochter.«
Er schob sein Manuskript beiseite, wandte sich May zu und sagte liebevoll: »Und du meinst nun, du wirst dich um das Kind kümmern müssen?«