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Freundschaft in dürftiger Zeitüberall die Heimatlosigkeitenund verwehte Wege überall.(Aus Friedrich Torbergs Lebenslied)Estoril im Frühherbst 1940: Wie viele andere Emigranten, die vor den Nazi fliehend schließlich hierher verschlagen wurden, wartete Friedrich Torberg auf die Rettung - der letzte mögliche Fluchtweg führte von Portugal aus übers Meer nach Amerika. Während der zermürbenden Wartezeit auf die Überfahrt begegnete Torberg dem Ehepaar Franz und Alma Werfel. Die beiden trafen am 13. Oktober an Bord der Nea Hellas in New York ein; fünf Tage später landete dort Torberg auf der Exeter, einem der letzten aus Europa abgehenden Schiffe der American Export Lines. Während die Werfeis noch bis zum Jahresende in New York blieben und dann nach Los Angeles übersiedelten, reiste Torberg unverzüglich nach Hollywood weiter. Als einer von Ten Outstanding German Anti-Nazi-Writers (die vom amerikanischen PEN-Club ausgewählt worden waren und zu denen so namhafte Autoren wie Heinrich Mann, Alfred DöbUn, Alfred Polgar und Franz Werfel gehörten) hatte er einen Jahresvertrag mit Warner Brothers erhalten.Dennoch fühlte sich Friedrich Torberg in Hollywood elend. Schwer zu ertragen war das traurige Emigrantenschicksal, in einer fremden Welt - einsam, entwurzelt und hoffnungslos - einen tragfähigen Lebenssinn zu finden, zumal für einen Schriftsteller, der nur in seiner Muttersprache