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o. LIED UND ROCK ALS EIGENES MEDIUM0.1 Eine Welt des MusikkonsumsMan hat wohl noch nie soviel Musik konsumiert wie heute. Musik liegt in der Luft, umgibt, umspielt, durchdringt uns von früh bis spät. Man hört sie nebenbei am Rundfunk, im Autoradio, in der Fernsehwerbung , man lässt sich im Supermarkt berieseln. Dem sind wir alle ausgesetzt und der Walkman ist oft nur eine Fortsetzung der Berieselung, die drogenartig zu einem Bedürfnis geworden ist. Hier gilt, was Tibor Kneif (1) von dem "zerstreuten Hörer" der Rockmusik sagt-." er beachtet sie nicht wie ein Hör-1 Objekt' , auf das mit einiger Konzentration zu horchen wäre, sondern nimmt sie als eine unspezifische akustische Umhüllung wahr, in der es sich Zeitung lesen, Schularbeiten machen und Gespräche führen lässt."Doch kann es sehr wohl passieren, dass ein Stück in dieser musikalischen Hülle, oder auch eine ganze Gattung, ein Sänger, eine Gruppe Gefallen in unseren Ohren findet. Wir werden dann zu mehr oder weniger bewussten Hörern, schalten im Radio eine bestimmte Musiksendung ein, legen eine bestimmte Platte auf, bestücken uns vielleicht mit dem Walkman, um die letzten Songs unseres Lieblingssängers, unserer Lieblingsgruppe anzuhören. Dies gilt für Lehrer und Schüler bis auf den Schulhof, ist aus verständlichen Gründen aber nicht im Unterricht möglich. Nun, es handelt sich auch um ein Element, das in den Freizeitbereich gehört, um etwas, das Spass macht, das uns aus dem Alltag herausführt und privilegierte Momente schafft.0.2 Warum nicht Lied und Rock im Fremdsprachenunterricht?Wenn wir Ihnen hier vorschlagen, mit Lied und Rock im Deutschunterricht zu arbeiten, dann wollen wir Sie nicht dafür gewinnen, dass .Sie den Sprachunterricht nun ganz auf Musik abstellen. Es liegt auch keinesfalls in unserer Absicht, etwas Besonderes, ein privilegiertes ausserschuli-sches Element zu banalisieren, indem wir es in den schulischen Alltag einbeziehen. Es soll nicht "verdidaktisiert" oder gar Anlass zu Grammatikübungen werden, auch nicht eine reine "Aufhängerfunktion" erhalten, indem der Lehrer in "Rattenfängermanier" die Musik als Lockmittel für den eher prosaischen Unterricht verwendet.Allerdings sind wir der Meinung,dass dieses Medium gerade dadurch, dass es im Hörer Emotionales/Nichtsprachliches anspricht, besondere Vorteile für den fremdsprachlichen Unterricht bietet. Es erlaubt, wie kein anderes Medium, den Schüler mit seiner Sensibilität, mit seiner Erfahrung,