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Einführung
BUNTE VIELFALT, HEITERES LICHT
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Idealer Ort für die erste Annäherung an Lissabon ist die alles überragende Burganlage Säo Jorge. Ihr zu Füßen liegen weiße Marmorpaläste, bunt gekachelte Häuser und der silbrig leuchtende Tejo, der den nahen Atlantik erahnen lässt. Das warme Licht des südlichen Himmels durchflutet eine vielgestaltige Stadt, die wie kaum eine andere europäische Metropole bei ihren Besuchern eine romantische Saite anschlägt.
In majestätischem Glanz erstrahlen jn prachtvolle Kirchen und prunkhafte
Adelshäuser, finanziert aus den uner-messlichen Gewinnen der ruhmreichen Seefahrten. Diese öffneten einst die Tür zur Neuzeit und mündeten sogar in einen eigenen, den manuelinischen Baustil, der in der märchenhaft verzierten Klosteranlage von Belém zu bewundern ist. Den sympathisch zurückhaltenden Lebensstil der kleinen Leute erlebt man beim Bummel durch die Altstadtviertel - im Bairro Alto, das auch Nachtschwärmer aus aller Welt anzieht, oder in den arabisch anmutenden Wohnvierteln Alfama und Moura-ria, aus deren urigen Pinten der köstliche Geruch gegrillter Sardinen strömt.
Gerade solch kleine Sinnesfreuden am Wegesrand machen Lissabons unverwechselbaren Flair aus: eine kunstvoll geschmiedete Straßenlaterne, vielfarbige Wäsche, die in den Gassen im Wind flattert, elegante StraBencafés inmitten des pulsierenden Lebens.
Überhaupt der Kaffee! Der kleine, schwarze b/ca, eine Art Espresso, ist
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Lissabons eigentliches Lebenselixier. Besonders angenehm lässt er sich im Terrassencafe an einem der Aussichtspunkte hoch über der Stadt genießen. Die gelben Trams oder Standseilbahnen schaukeln Sie sanft hinauf.
Durchdrungen von dieser ursprünglichen Atmosphäre bemüht sich die alte Dame Lissabon heute um ein behutsames Facelifting. Moderne Stararchitekten kontrastieren das historische Stadtbild mit kühnen Bauten und entwarfen am Flussufer den Parque das Nagöes als Stadtteil des 21. Jh., dessen touristische Hauptattraktion das größte Aquarium Europas bildet.
Das Nebeneinander solch unterschiedlicher Welten hat seine Wurzeln in weit zurückliegenden Zeiten. Von Lissabon aus stießen die Portugiesen einst das Tor zur Welt auf und brachten Gewürze, Gold und Reichtum in die Stadt. Aber die Rolle als Weltmacht überforderte das kleine, bevölkerungsarme Land und es verlor seine Besitztümer Diese fast tragische Entwicklung kulminierte im furchtbaren Erdbeben von 1755, dessen mentale Erschütterungen bis heute in einem ureigenen Fatalismus spürbar sind.
Lissabon ist eine helle, einnehmende und pulsierende Metropole geworden. Doch liegt über dieser Stadt des Lichts der musikalische Schleier eines melancholischen Gesangs, des Fado, in dem sich die ursprüngliche Lissabonner Seele offenbart, ünd die ist, bei aller modernen Tatkraft, doch eher traurig gestimmt.