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Zum Geleit"War es keine geringe Leistung, die ungarndeutsche Literatur wieder ins Leben zu rufen, so war es nicht minder schwer, sie am Leben zu erhalten. Den organisatorischen Rahmen sicherte dazu die 1972 gegründete Literarische Sektion im Verband der Ungarndeutschen. Sie entfaltete sich (fast möchte man sagen, wider Erwarten) allmählich zu einer Institution, die die Publikationen zu betreuen, Lesungen und Werkstattgespräche zu organisieren und die Autoren zum immer konsequenteren Einhalten allgemein sprachlicher und ästhetischer Spielregeln anzuhalten hatte, ohne ihnen allerdings durch allzu hohe Forderungen die Lust am Schreiben zu nehmen, ohne durch übertrieben kritische Strenge den Weg vor Neuzugängen zu versperren." (János Szabó)Im Juni 1990 gründeten die Sektionsmitglieder den Verein "Verband ungarndeutscher Autoren", der im Februar 1992 durch den Beitritt einiger bildender Künstler zum "Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK)" erweitert wurde.Die wichtigste Möglichkeit zur vorsichtigen kritischen Lenkung der verstreut im Land lebenden und sonst höchstens brieflich miteinander verkehrenden Autoren bietet sich während der seit 1977 jährlich stattfindenden Werkstattgespräche der Sektion. In verschiedenen Orten Ungarns kommt man für einige Tage zusammen, meist im Herbst, man nimmt Werke mit, die man diskutiert, man hört Referate zu Themen, die mit allgemeinem Interesse rechnen können, hält gemeinsame Lesungen. Nachdem die Erzählung "Bekenntnisse eines Birkenbaumes" von Valeria Koch im Herbst 1977 beim ersten Werkstattgespräch der Literarischen Sektion in Siklós vorgetragen worden war, entfachte sich unter den anwesenden Autoren eine lebhafte Diskussion über den Abschluß der Geschichte. Nach der ursprünglichen Absicht der Autorin sollte die symbolische Birke der Modernisierung im ungarndeutschen Dorf zum Opfer fallen (so geschah dies5