Bővebb ismertető
(Die Faszination Londons
Ein einzelnes Buch kann unmöglich die Vielfalt widerspiegeln, die London als Weltstadt zu bieten
hat. Auch die vorliegende Publikation läßt den Leser die Faszination Londons nur erahnen, gibt einen
kurzen, aber verlockenden Blick auf die berühmten Sehenswürdigkeiten, die Menschen und die
Traditionen, die zusammen den unverwechselbaren Reiz der britischen Hauptstadt ausmachen.
Der römische Historiker Tacitus gibt uns in seinen Schriften die ersten Einzelheiten über London -
im Jahre 62 n. Chr. bereits ein blühendes Marktstädtchen, wenn auch kleiner als viele andere
Römersiedlungen. Gegen Ende der Römerzeit wurde eine Schutzmauer um die Stadt errichtet, aber
über die Jahre danach ist nur wenig bekannt - bis zur Regierungszeit König Alfreds, der London im
Kampf gegen die Dänen neu befestigte. Nach der Eroberung des Landes durch die Normannen wan-
delte sich das Schicksal Londons; Wilhelm der Eroberer gewährte der Stadt einen Freibrief und
begann mit dem Bau des Towers. Unter William Rufus wurde der Grundstein der Westminster Hall
gelegt, und 1176 folgte der erste Brückenschlag über die Themse: die erste London Bridge wurde
erbaut. Von etwa 1190 bis zum 14. Jahrhundert wurde die Stadt vom Mayor und den Aldermen, also
vom Bürgermeister und seinen Ratsherren, verwaltet.
Anfang des 15. Jahrhunderts, als der für seine Wohltaten bekannte Dick Whittington das
Bürgermeisteramt gleich viermal innehatte, brach in London zum ersten Mal die Pest aus Lind
forderte 30.000 Todesopfer. Aber die Stadt erholte sich schnell und erlebte im 16. Jahrhundert eine
Hochblüte. Doch dann, in den Jahren 1665 und 1666, folgten gleich zwei Katastrophen: ein zweiter
Ausbruch der Pest, der dieses Mal 100.000 Bürger zum Opfer fielen, und ein Großbrand, der fast die
gesamte City zerstörte, einschließlich der St Paul's Cathedral. Viele der schönsten Bauten Londons
stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und der Zeit danach, und der größte
wirtschaftliche Aufschwung erfolgte im 19. und 20. Jahrhundert.
Im Zweiten Weltkrieg war London wiederholt das Ziel von Bombenangriffen, die große Zerstörung
anrichteten. Aber obwohl drei Viertel aller Häuser in der britischen Hauptstadt Schaden erlitten und
ein Drittel der Stadt zerstört wurde, konnte nichts den Durchhaltewillen der Londoner Bürger
brechen. Heute sind die Narben verheilt; wo einst Trümmer lagen, stehen jetzt Neubauten, und
wieder begrüßt London seine Besucher mit Stolz.
Nirgendwo ist dieser Stolz so offenkundig wie bei den Chelsea Pensioners, pensionierten
Militärangehörigen, die im Royal Hospital, Chelsea, versorgt werden. Sie tragen eine auffällige schar-
lachrote Uniform, oft mit schwer verdienten Orden geschmückt, und gehören zu den originellsten
Gestalten, die London zu bieten hat.
Eine andere vertraute Gestalt ist der Londoner 'Bobby7, wie die Polizisten gern genannt werden. Zu
ihren wenig beneidenswerten Aufgaben zählt alles, von der Verkehrsregelung bis zur Bewältigung kom-
plexer und gefährlicher Situationen. Oft haben sie geradezu enzyklopädische Kenntnisse über London
und werden deshalb von Besuchern gern um Informationen gebeten oder nach dem Weg gefragt.
Pflastermaler, Straßenkünstler und Markthändler tragen alle zum reichen Mosaik des Lebens auf
den Straßen Londons bei. Manche der Typen, die früher ein vertrauter Teil der Londoner Szene
waren, sind leider verschwunden. Schuhputzer sieht man nur noch selten, und der
Laternenanzünder mit seiner langen Stange gehört der Vergangenheit an; doch andere sind noch
unter uns. Die 'Pearly Kings and Queens', Straßenhändler, die bei besonderen Gelegenheiten in
glitzernden, perlmuttbestickten Kostümen auftreten; die stoischen Portiers vor den Hotels,
Restaurants, Kinos und Theatern; und gelegentlich ein Geschäftsmann in der City, der nach alter Art
mit Schirm und Melone daherspaziert. Diese und viele andere tragen zum einzigartigen Charakter
Londons bei.