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Kampf um die Thronfolge
TRIBUT AN JIM CLARK
Trotz Juli riechen die "Wiesen, wie zumeist nach einem heißen Juni, bereits nach Spätsommer und Ernte, nach Nürburgring und Monza. Untrügliches Zeichen, daß die Entscheidung in der Automobilweltmeistersdiaft reift, jenem saisonumspannenden Abenteuer mit von Südafrika nach Mexiko wechselnden Sdiauplätzen, das Jim Clark 1963 und 1965 siegend bestanden hat, weil er der Größte war. Und das er 1962, 1964 und 1967 verlor, »weil er einen Lotus fuhr« (wie mir Jackie Stewart später analysierte).
Der lange, heiße Sommer ist Höhe-, manchmal Wendepunkt. Nach dem Schema 9-6-4-3-2-1 für die ersten sechs der Großen Preise mehren sich die Punkte nach den Namen der Piloten: Der unabänderliche Saisonritus, der mich immer an Kriegsfliegerfilme gemahnt. Pro Abschuß ein Kreuz mehr für den Helden.
Der graue Marmorstein auf dem Friedhof der siebenhundert Jahre alten protestantischen Kirche von Chirnside trägt kein Kreuz. Auch kein Bild, weil es in Schottland unüblich ist. »Den in den Grabstein gemeißelten Lorbeerkranz wollte ich grün färben lassen«, sagt mir der alte Herr mit dem schlohweißen, doch noch vollen Haar, das an der gleichen Stelle gescheitelt ist, wie es Jim Clark getan hat.»Lotusgrün. Aber auf Grabsteinen splittern Farben zu rasch ab, und zweitens glaube ich, tragen die Lotus-Wagen jetzt Rot, Weiß und Gold.« »In liebevoller Erinnerung an Jim Clark, O. B. E., geboren am 4. März 1936, gestorben am 7. April 1968«, steht innerhalb Jimmys letztem Lorbeerkranz. Hier ruht der Farmer und Gentleman aus Edington Mains, Chirnside, und aus Pem-