Bővebb ismertető
Zum Geleit Bei eingehender Prüfung des Bandes, spätestens nach Durchzählen der Seiten, wird der korrekte Leser eine zutreffende, wenn auch verblüffende Feststellung machen: Dieses Tagebuch ist unvollständig. In der Tat habe ich über dreihundert Tage des Jahres dem Leser vorenthalten. Es handelt sich dabei um Notizen, die in ihrer historischen Bedeutung umstritten sind. Aufzeichnungen etwa über sechs Tage, die ich Mitte Juni nach Genuß eines unter dem Straßenbahnsitz gefundenen Wurstbrotes bettlägerig verbrachte. Auch habe ich rund drei Wochen im Herbst unberücksichtigt gelassen, in denen ich einer niedersächsischen Rentnerin Gesangsunterricht erteilte. Nach reiflicher Überlegung entschloß ich mich, der Öffentlichkeit nur diejenigen Dokumentarskizzen chronologisch geordnet vorzulegen, die prominente Menschen in ganz neuem Lichte zeigen. Möglicherweise wird der Leser Persönlichkeiten vermissen, die ihm kulturell oder politisch besonders nahestehen. Hierzu ist zu sagen, daß es trotz guten Willens nicht immer möglich ist, ein zwangloses Beisammensein mit Prominenz für intime Betrachtungen zu nutzen. Das bitte ich freundlich zu bedenken, ehe man sich über das Fehlen von Karl Marx, Adele Sandrock und Ludwig van Beethoven entrüstet.