Bővebb ismertető
VORWORT Der Katholikentag vom 1. bis 3. Juni 1962 in Salzburg bot keine grofie Heerschau der katholischen Kirche in österreich, keine machtvolle Demonstration der Katholiken zugunsten berechtigter katholischer Forderungen. Es gab nicht das erhebende und stárkende Erlebnis der grófién Zahl; es versammelten sich die Abgesandten der Dekanate aller Diözesen und die Verantwortlichen aller katholischen Organisationen in der verháltnismáfiig bescheidenen Zahl von ca. 2400 mit ihren Bischöfen, um eine Standortbestimmung vorzunehmen, eine Bestandsaufnahme zu machen, sich Rechenschaft über die Anforderungen der Gegenwart zu geben, die vorhandenen Probleme zu studieren, Lösungen zu suchen und auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen, gemeinsame Richtlinien festzulegen und Schwerpunkte für zukünftiges gemeinsames Handeln herzustellen. Um diese umfassenden Aufgaben erfüllen zu können, war den Tagén in Salzburg eine über ein Jahr dauernde intensive Vorbereitungsarbeit vorausgegangen, die in einer in St. Pölten abgehaltenen Studientagung über „Die Kirche in der Gesellschaft von heute" ihren Höhepunkt fand. Noch nie ist in österreich ein Katholikentag so lange und so intensiv vorbereitet worden, noch nie gab es an seinen Veranstaltungen eine so kleine, aber so qualifizierte Zahl von Teilnehmern. Der Katholikentag sollte nicht so sehr als feierlicher Abschlufi eines Arbeitsvorganges, sondern als neuer Anfang verstanden werden. Auf Grund der Erkenntnisse des Katholikentages und seiner Ergebnisse sollte jeder, der für eine katholische Gruppé oder für eine Aufgabe verantwortlich ist, seinen internen Aktionsplan im Rahmen des Gesamtzieles zurecht legen und konsequent durchführen. Der Zweck dieses Buches ist ein dreifacher: Erstens die Dokumentation. Die Situation der Kirche in österreich im Jahre 1962 und die daraus gefolgerten Notwendigkeiten und Imperative sollen als historische Gegebenheiten festgehalten werden und für spátere áhnliche Veranstaltungen als Ausgangsbasis dienen können. Zweitens die Information. Alle Teilnehmer am Katholikentag und darüber hinaus alle Interessierten sollen die Ergebnisse des Katholikentages nachlesen und studieren können. Drittens die Verwirklichung der durch den Katholikentag gestellten Aufgaben. Wenn der Katholikentag nicht ein neues Beginnen bedeutet, wenn er sich nicht in gemeinsamer und erfolgreicher Arbeit der náchsten Jahre auswirkt und konkrété Früchte trágt, war alle Mühe vergebens.