Bővebb ismertető
'er kleine Vorhang vor dem Porträt fiel, und im Halb--^dunkel der Bibliothek zeichnete sich ein leuchtendes Viereck ab. Der Marquis sagte kein Wort, doch seine innere Bewegung war so groß, daß er wie gebannt vor dem Bildnis stehenblieb und seinen Blick lange darauf ruhen ließ, ehe er zu dem Vergrößerungsglas griff, das auf einem Tisch lag. Im Raum herrschte nun eine abgründige Stille, und hätte er sich ein klein wenig konzentriert, wäre er imstande gewesen, die Zeit verrinnen zu hören. Doch er gab sich ganz seiner Verzauberung hin.Der Abbé de Véri hütete sich, etwas zu sagen. Er saß in einem großen Ohrensessel und wartete, die Hände in einem Zobelmuff wärmend, gelassen auf das Urteil des Marquis.Es ist köstlich, bemerkte Roquefeuille endlich leise. Köstlich. Monsieur Greuze hat ein Wunder vollbracht!Der Maler muß nicht mehr gelobt werden. Wir haben ihn bereits zu einem eitlen Pfauen gemacht und seine Preise in schwindelnde Höhen getrieben, erwiderte der Abbé. Sagt mir lieber, was Ihr von dem Modell haltet.Hat sie wirklich solche Augen?Ich verspreche es Euch. Louison hat angeblich die Augen des Prinzen. Ihre Mutter erlaubt jedenfalls niemandem, daran zu zweifeln!Ich habe Conti nur zwei- oder dreimal flüchtig gesehen, aber wenn er diese Augen hatte, tat er gut daran, sie nicht mit ins Grab zu nehmen.Greuze hatte zwei strahlende, wasserhelle Augen gemalt, deren geheimnisvolles Blaugrau den Betrachter faszinierte.