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Erster Teil
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Wo die Bäume aus dem Boden wachsen, sind im Asphalt kreisförmige eiserne Gitter mit einem halben Meter Radius.
Die Gitter sind dicht: acht Ringe, durch strahlenförmige Stäbe eng verbunden. Die Erde unter ihnen ist hart und trok-ken, sie bekommen nie einen Tropfen Feuchtigkeit, es sei denn, wenn es regnet, wie die bäuerlichen Bäume auf dem Land. Merkwürdig, daß sie trotzdem leben.
Herr Rat Vägrändy blickte über die mit dichten Rissen gezeichnete Rinde des Baumes hoch zur Laubkrone empor. Das Blattwerk war recht üppig. Dann schaute er wieder hinab auf das eiserne Gitter, unter dem der graue, trockene Fleck Erde mit Papierfetzen, Zigarrenstummeln und anderem Abfall besät war. Davon lebte der Baum? Man konnte es einfach nicht fassen. Selbst wenn Regen kam, lag nur diese runde Fläche von einem Meter Durchmesser frei. Woher nahm also das weitverzweigte Wurzelgewirr des Baumes seine Nahrung, da doch die ganze Umgebung mit Stein gepflastert war und der Uberfluß des Regens nicht in den Grund sickern konnte, sondern davonfloß und durch die Kanalöffnungen aus der Stadt floh.
«Das ist Budapest«, sagte Vagrändy bei sich und dachte, schließlich sei es kaum weniger unfaßbar, wovon er selbst lebte. Auch seine Seele streckte die Wurzeln nur unter so einem eisernen Gitter, einer Scheibe von einem Meter Durchmesser, ins Sein, und trotzdem lebte er. Auch ihm fiel nicht mehr zu als ein kleiner kreisförmiger Fleck in dem harten, gefühllosen Budapester Asphalt.
Er stieß mit seinem Spazierstock unter jedem Baum auf die Erde, während er mit gemächlicher Eile seinem Amt zustrebte. Der Boden war überall gleich hart.
»Und auch Juluka Auch bei Juluka lag hier der Fehler. Was war ihr eigen? Eine Zweizimmerwohnung. Knapp be-
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