Bővebb ismertető
Vorwort
Für einen Autor wáre es weder klug noch zutreffend, wenn er behaupten würde, daB ein Bild mehr zu sagen vermöge als tausend Worte. Sicherlich habe ich an dieses Sprichwort zu jener Zeit auch geglaubt, als ich noch Fo-tograf war, und natürlich auch wahrend meines Studiums an der St. Mar-tin's School of Art in London. Damals námlich war mein Leben noch völlig vom optischen Eindruck bestimmt. Es hat mir viel SpaB gemacht, als Illu-strator zu arbeiten, doch ich konnte natürlich auch jenem angenehmen Gefiihl nicht widerstehen, visuelle Ideen umzusetzen, etwas, das von einem Art-Director einer Werbeagentur verlangt wird. In ganz áhnlicher Weise spiegeln meine Skizzenblöcke diese Entwicklung wider. Zunáchst fínden sich Zeichnungen in ihnen, doch je weiter die Jahre vergehen, um so háufiger finden sich schnell hingeworfene Schilderungen am Rand. Als ich mein Diplom vom Royal College of Art erwarb, war mir klar, daB ein Bild nur so gut ist wie'die Umgebung, in der es zur Schau gestellt wird. Eine flachgetretene Coca-Cola-Dose im Rinnstein von Bond Street ist nur wert-loser Abfall. In einer Gallerie im Licht der Scheinwerfer zur Schau gestellt, kann das Kunstwerk einen Preis von tausend Pfund Sterling erzielen. Wie wahr das ist, das wird jedem Betrachter eines Fotoarchives klar, dem ein fachkundiger Experte zur Seite steht. Ein vergilbtes, mit Flecken über-sátes Foto mit eingeknickten Ecken und ohne Bildtext auf der Rückseite ist kaum die Zeit wert, die man benötigt, um es zur Seite zu legen. Doch so-bald jemand in der Lage ist, darzulegen, was auf dem Foto abgebildet ist, beginnt es zu leben.
Die groBe Füllé an grafischem Material - Plakate, Zeichnungen, Gemálde und eine Vielzahl schnellebiger Erzeugnisse -, auf die ich stieB, als ich da-mit begann, erste ernsthafte Recherchen der Kámpfe des Jahres 1940 zu unternehmen, weckte den Wunsch in mir, wieder einmal als Illustrator tatig zu werden. Und schon bald versuchte ich mich daran, die Geschichte der Schlacht um England zu schreiben, indem ich den Text mit dem illu-strierenden Material verband.
Es zeigte sich schon sehr bald, daB dieses Unterfangen - würde es korrekt durchgeführt werden, und eine andere Art stand zu keiner Zeit zur De-batte - höchst aufwendig und entsprechend kostspielig werden würde. Es kam gar nicht in Frage, Illustrationen anderer Verlage zu verwendenjede Zeichnung, jede farbige Illustration muBte eigens für dieses Buch neu geschaffen werden. In áhnlicher Weise muBten alle Tabellen und Karten