Bővebb ismertető
In vorangegangenen Heften dieser Schriftenreihe wurden bereits zahlreiche Probleme zur Reinhaltung der Luft in verschiedenen Wirtschaftszweigen behandelt. In den Beiträgen dieses Heftes werden die auf dem IV. Lufthygienischen Kolloquium vermittelten Erkenntnisse über die Erfassung und Auswirkungen von Luftverunreinigungen in ausgewählten Gebieten dargestellt. Insbesondere werden diese Erkenntnisse auf die Probleme im Bezirk Cottbus angewendet. Das komplexe Zusammenwirken verschiedenster Emissionserscheinungen und das landschaftsbildverändernder Vorgänge wird im Bezirk Cottbus besonders durch folgende Industrieobjekte gekennzeichnet: - Die Hauptbasis unserer Energiewirtschaft greift mit Braunkohlenförderung durch Tagebaue, Kippen und Tagebaurestlöcher in das Landschaftsbild und den Wasserhaushalt tief ein. - Die Braunkohlenverarbeitung wird durch eine Vielzahl von Brikettfabriken sowie das Braunkohlenveredlungskombinat „Schwarze Pumpe" mit Vergasungs- und Verkokungsanlagen sowie den zugehörigen Nebenanlagen und die Braunkohlenkokerei Lauchhammer repräsentiert. - Braunkohlenkraftwerke mit immer größeren Leistungseinheiten befinden sich im raschen Ausbau. - Energietrassen zur Ableitung der erzeugten Elektroenergie durchziehen das Land. - Die chemische Industrie fügt sich mit ständig neuen Anlagen der Werke Schwarzheide und Guben in diese Industrielandschaft ein. - Weitere Industriezweige, wie Glashütten, Anlagen der keramischen Industrie und der Leichtindustrie ergänzen dieses Bild. Während in den älteren Werksanlagen und Technologien Rekonstruktionen zur Verbesserung der Umwelt beitragen, muß für neue Anlagen ein strenger Maßstab hinsichtlich emissionsverhindernder Maßnahmen von vornherein angelegt werden, um weitere Umweltbelastungen nach Möglichkeit auszuschließen. Nach Beendigung des Abbaues der Bodenschätze, der mit tiefgreifenden Veränderungen des Land schaft sbildes verbunden ist, sollten wir versuchen, einer Maxime der Landeskultur gerecht zu werden und ein Land schaftsbild der Nachwelt zu übergeben, in dem das ökologische Gleichgewicht ebenso gewahrt ist, wie die Nutzung der Landschaft für Zwecke der Erholung sowie der Land-, Wasser- und Forstwirtschaft. Einfalls reicht um und Technik bieten uns hierzu durchaus Möglichkeiten. Aus den Beiträgen kann erkannt werden, welche Ansätze in diesem Sinne im Bezirk bereits zu verzeichnen sind. Es sei auch an dieser Stelle nochmals den Repräsentanten des Rates des Bezirkes und der einschlägigen Industriezweige sowie den profilierten Wissenschaftlern aus Forschung und Industrie der Dank ausgesprochen, daß sie sich bereit gefunden haben, ihrerseits über die anstehenden Probleme und angelaufenen Arbeiten zu berichten und dadurch in einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu treten.