Bővebb ismertető
»Die Pathologie dient. der Klinik. Sie bewegt sich in einem methodischen Spannungsfeld. Jenes wird durch die Eigenstándigkeit der Aussage als der Wissenschaft vom gestörten Leben einerseits, die vollstándige Hinwendung zu den Aufgaben und Fragen der árztlichen Tagesarbeit andererseits bestimmt. Für den Erfahrenen bedeutet dieses Potential den eigentlichen Reiz seiner beruflichen Bestrebungen...« Diese Sátze stammen aus dem Vorwort der »Allgemeinen Pathologie« von Doerr und Quadbeck im Jahre 1970. Ein besseres Motto kann für die hier vorliegende Monographie über die Pneumonien nicht ersonnen werden; in ihm ist das Programm der Arbeit festgelegt. - Eifer, ja Leidenschaft und löbliche Gesinnung, die ihrer besonderen Aufgabe bewuBt und voll Hoffnung, sie zu lösen, habén die harte Pflicht auf sich genommen, über die einfaehe Feststellung von ursáehlichen Zusammenhángen hinaus, das weite Felel der Wertung zu bestellen, indem Erforsehung uncl Wieder - gabe von allém Wesentliehen des geschichtlich Geschehenen mit aller Behutsamkeit analysiert wird. Geschichte ohne eigene Anschairang wáre zu wenig. Da abermoderne Pathologie ohne Experiment vielfach nieht mehr auskommt, machte sich von dieser Seite her eine neue Durchleuchtung mit den Mitteln einer groBen Zahl von Tierversuchen dringend notwendig. Auch diese dürften der Klinik verstárkte Impulse und vertiefte Vorstellungen gerade für eine optimale Therapie geben. Dies zusammen mit der Beobachtung am Menschen verdichtet sich zu handgreiflichen Ergebnissen in Átiologie, Pathogenese und Praxis. Dazu gehört die Fáhigkeit, jede neue Kleinigkeit zu begrüBen und sie in die Entwicklung des Ganzén einzufügen, Sinn für die GesetzmáBigkeit, kausale Verknüpfung aller Dinge mit dem groBen Zielgedanken für die lebendige Gegenwart, die zu immer neuen Wahrheiten siegreieh vorzudringen aufgerufen ist. Die Richtpunkte werden aus der Beschreibung der früheren Zustánde gewonnen und dem Drang zum Allgemeinen untergeordnet. Dabei begegnet einem allüberall neben der Gewissenhaftigkeit in der Verwertung der Dokumente und des Zeitgeschichtlichen das aus echter Sachlichkeit geborene Gefühl für das Wesenhafte und Zweckhafte. Es ist ein hohes Verdienst, aus dem Va et Vient wissenschaftlicher Meinungen Tatsachen herauszuretten, Wissen und Meinen, Denken und Deuten nicht zu vermengen. Über diese Qxialifikation verfügt der Autor in reichem MaBe. Wollten wir den Wert eines solchen Unterfangens an seinem Reibungswiderstand messen, so wáre er beachtlich. Sicher aber können wir sagen, daB es von internationalen MaBstáben her betrieben wurde, und deswegen den ursprünglich vorgesehenen Umfang weit überschreitet. Das Ergebnis eines sinnvollen Strebens führte zu einer bedeutenden Erweiterung unserer Begrifle. Die endgültige Wertbemessung soll der groBen und kritischen Leserschaft, die das Buch finden wird, überlassen sein. Hekmann Eck