Bővebb ismertető
Das kleine Mádchen, das am 19. April 1743 in der Kirche von Vaucouleurs am Rande Lothringens auf den Namen Jeanne getauft wurde, verfügte über kein anderes Érbe als seine Schönheit. Nur drei Personen, von denen eine die Rolle der Patin übernahm, unterzeichneten im Taufregister. Sie waren eher auf Bitten des Pfarrers als aus Freundschaft für die Mutter gekommen. Keiner von Anne Bécus sechs Brüdern und Schwestern hatten sich herbemüht. Da sie in adligen Háusern dienten, zogen sie es vor, ihrer Schwester, die dem Pfarrer nicht einmal gebeichtet hatte, wer der Vater ihres Kindes sein könnte, aus dem Weg zu gehen. In Vaucouleurs kursierte das Gerücht, Anne Bécu sei von einem gutaussehenden Mönch verführt worden, als sie im Kloster der Picpus-Bruderschaft Bettlaken genáht hatte. Der Mönch mit dem unpassenden Namen Brúder Angelus war ein gewisser Jean-Baptiste Gomard de Vaubernier. Er wurde wenig spáter aus dem Orden endassen und nach Paris geschickt, wo er in der Kirche Saint Eustache ein beliebter Prediger und der bevorzugte Beichtvater reicher altér Damen wurde. Die Bécus, ursprünglich eine Bauernfamilie aus Lothringen, waren bekannt für ihr aufierordentlich gutes Aussehen. Der Vater Fabien, einer der stattlichsten Mánner seiner Zeit, hatte in Paris ein Speisehaus geführt, wo er das Interesse einer aristokratischen Witwe auf sich zog. Die Comtesse Mondidier de Cantigny war törichtgenuggewesen, ihn zu heiraten und damit all ihre Erbrechte und -privilegien zu verwirken. Nach wenigen unglücklichen Ehejahren, in denen ihr Gatte das ganze bescheidene Vermögen verschwendete, starb die Comtesse. Fabien Bécu blieb keine andere Wahl, als in seinen altén Beruf zurückzukehren. Er nahm den eleganteren Namen Cantigny an, auf den er zwar kein Anrecht hatte, den ihm aber auch niemand streitig machte, und kehrte nach Vaucouleurs zurück. In einem nahegelegenen Schlofí wurde er Koch, heiratete das Mádchen der Hausherrin und zeugte nicht weniger