Bővebb ismertető
wenn man zum ersten Mal in ein fremdes Land kommt und
seine neue Atmosphäre erlebt, so fallen einem häufig zuerst Kleinig-
keiten auf. Vielleicht ist man auf die grossen Eindrücke — Land und
Volk — schon so vorbereitet, dass an ihrer Stelle die Einzelheiten
stärker hervortreten. Dabei kann es sich um die ungewöhnliche Form
eines Türdrückers, eines Streichholzschachtel-Etiketts oder eines der
vielen kleinen Gegenstände handeln, die wir zu Hause gar nicht be-
merken. Aber sehr bald kommt der Gesamteindruck, wenigstens
glauben wir, die ganze neue Umgebung in einem einzigen Erlebnis
erfassen zu können — und wir sind auch rasch bereit, ein Werturteil
abzugeben.
Die kleinen Dinge — und die grösseren Gebrauchsgegenstände —
bilden den Rahmen unserer Lebensführung, sowohl zu Hause als
auch in der Fremde. Alle Dinge in unserer Umgebung sind Produkte
einer technischen Entwicklung, die auf vielen verschlungenen Wegen
weit zurückreicht. Im Laufe der Geschichte ist diese technische Ent-
wicklung mit der geistigen Kultur zu einem bunten Webmuster ver-
schmolzen. Während Technologie und Produktion die grundlegenden
Voraussetzungen für die Pflege der schönen Künste schaffen, wird die
technische Umwelt immer mehr durch die Einstellung zur Kultur
und die geistige Aktivität eines Landes geformt. Die Synthese von
Kultur und Technik sollte das ergeben, was man heute so gern
Lebensstandard nennt und was man häufig aus rein materiellen
Gesichtspunkten betrachtet definiert und diskutiert. Aber die dyna-
mische Antriebskraft für die technische Entwicklung ist wohl letzten
Endes nicht das Streben nach dem Materiellen, sondern die Schaffens-
freude, dieser mächtige Trieb im Menschen, die Welt von morgen
besser zu gestalten, als sie heute ist.
Als eine Rhapsodie von Streiflichtern will dieses Buch einige We-