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1Planmäßig hätte der D-Zug Larissa dreizehn Uhr eins verlassen müssen. Jetzt war es schon fast eine Stunde später, und noch immer stand er auf dem Bahnsteig. Die Reisenden wurden erregt. Der Zug war voll besetzt mit Kaufleuten, die zur Messe nach Thessaloniki fahren wollten. Kaufleute haben es zu allen Zeiten eilig, Verabredungen mit Geschäftsfreunden harren ihrer, und der Zug von Athen in die griechische Messemetropole verdiente den Namen D-Zug mit seinen rund zwölf Stunden Fahrzeit ohnehin nicht recht. Nun war auch noch dieser ärgerliche Aufenthalt dazugekommen, für den sich kein Grund erkennen ließ. Die Unruhe in den Abteilen schien sich auf den Bahnsteig übertragen zu haben. Jedenfalls eilten dort auffällig viele Männer hin und her, und die ohnehin nicht geringe Zahl von Polizisten vermehrte sich ständig. Am Fenster eines Abteils zweiter Klasse stand ein Mann, der im Gegensatz zu seinen Mitreisenden ruhig blieb und von der allgemeinen Aufregung nicht angesteckt wurde. Allerdings täuschte der äußere Anschein. Der Mann war zwar nicht verärgert, aber besorgt. Nicht neugierig, sondern mit gespannter Aufmerksamkeit beobachtete er das Treiben auf dem Bahnsteig. Er hielt den Bahnsteigeingang fest im Auge, und so entging ihm nicht, daß nach langer Wartezeit zwei Männer dort erschienen, die einige Worte mit dem Bahnhofsvorsteher wechselten, der daraufhin eilig das Zeichen zur Abfahrt gab. Die Reisenden, die sich auf dem Perron die Füße vertreten hatten, stürzten in die Abteile. Die beiden Neuankömmlinge tasteten mit prüfenden Blicken die ganze Wagenschlange ab und stiegen als letzte ein./5