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UNBERECHENBARE GÁSTE von Heinrich Böll Ich habe nichts gegen Tiere, im Gegenteil: ich mag sie, und ich liebe es, abends, das Feli unseres Hundes zu kraulen, wáhrend die Katze auf meinem Schofi sitzt. Es macht mir Spafí, den Kindern zuzusehen, die in der Wohnzimmerecke die Schildkröte füttern. Sogar das kleine Nilpferd, das wir in unserer Badewanne haltén, ist mir ans Herz gewachsen und die Kaninchen, die in unserer Wohnung frei herum= laufen, regen mich schon lange nicht mehr auf. Aufierdem bin ich gewohnt, abends unerwarteten Besuch vorzufinden: ein piepsendes Kiiken oder einen herrenlosen Hund, dem meine Frau Unterkunft gewáhrt hat. Denn meine Frau ist eine gute Frau, sie weist niemanden von der Tür, weder Mensch noch Tier, und schon lange ist dem Abendgebet unserer Kinder die Floskel angehangt: Herr, schicke uns Bettler und Tiere.