Bővebb ismertető
Der hier vorgelegte Band ist der zweite Teil des dreibándig geplanten Werkes über die Maierei im 20. Jahrhundert. Er hat in sich selbstándigen Charakter, unbeschadet seiner Aufgabe, den bereits erschienenen Textband zu illustrieren. Breitete der Textband das historische und biographisehe Tatsachenmaterial aus und ordnete es in seinen Zusammenhángen und Abláufen, schrieb alsó die Chronik der Geschehnisse, so ist der Tafelband nun ganz auf die Anschauung gestellt. Er bringt eine beschránkte Auswahl von bedeutenden und interessanten Werken der Maierei des 20. Jahrhunderts, die erlaubt, Werden, Wesen, Absichten und Qualitát des bildnerischen Ausdrucks unseres Jahrhunderts einzusehen. Diese Auswahl bezieht sich ausschlieBlich auf die wichtigsten Erscheinungen der modernen Maierei im engeren Sinne. Sie setzt etwa bei der Lage des Jahres 1905 ein und veranschaulicht die Gesinnungen und Abláufe, die das sehr breit gelagerte Stilphánomen >moderne Malerei< ausmachen und ihre geistige Situation spiegeln. Was aber >moderne Malerei< und ihre >geistige Situation< ist, versuchen die beigegebenen Texte zu beschreiben. Der Verfasser hat darauf verzichten müssen, die ganze Wegbereitung der Moderne, die das Jahrzehnt vor der Jahrhundertwende füllt, und von so hohen Namen wie Cézanne, Gauguin, Seurat, van Gogh, Toulouse-Lautrec, Ensor, Munch getragen wird, breit und anschaulich zu dokumentieren, wie er auch darauf verzichten muBte, die Unterlagerungen der sich neu ausprágenden Auffassung von Maierei zu zeigen. Der Betrachter darf nie vergessen, daB in dieses hier gezeigte Bild vielfáltige Entwicklungen aus der Spátzeit des 19. Jahrhunderts noch einzuzeichnen wáren, Entwicklungen aus Impressionismus und Spátimpressionismus - Liebermann, Slevogt, Corinth, um nur einige deutsche Namen zu nennen-dann vor allém die Spátwerke der groBen Meister des Impressionismus und Nachimpressionismus selbst, das Spátwerk Monets oder Renoirs etwa oder das von Bonnard oder Munch, die ja weit in unser Jahrhundert hineinwirkten und ganze Schulkreise bildeten. Was hier gezeigt wird, ist alsó ein abstrahiertes Muster, das sich aber rechtfertigt aus seiner inneren Folgerichtigkeit und in sich geschlossenen Vollstándigkeit. Mag dieser oder jener sich noch diesen oder jenen Künstler hinzuwünschen, und wünschte selbst der Verfasser sich noch diesen oder jenen Künstler hinzu, so würden doch derartige Erweiterungen, nach der Meinung der Verfassers, die Anordnung dieses Musters nicht merklich versdiieben. Dies Budi ist alsó ein Bilderbuch, zum genieBenden Betrachten, zum sinnenden Schauen, zum Nachdenken über das Erschaute. Dennoch sah sich der Verfasser veranlaBt, Texte beizugeben. Es lag ihm daran in einer erneuten gedanklichen Durchdringung der Formgebilde selbst náher an die Quellzone des bildnerischen Vorstellens, Denkens und Argumentierens in unserem Jahrhundert heranzukommen. Dabei hat er versucht, mit einem MindestmaB an Chronikalischem auszukommen und alles auf ein unmittelbar aus der Anschauung kommendes oder unmittelbar auf das moderne Seinserlebnis bezogenes