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Der Unbesiegte
Manuel Garcia stieg die Treppe zu Don Miguel Retanas Büro hinauf. Er stellte seinen Handkoffer hin und klopfte an die Tür. Niemand antwortete. Manuel spürte draußen auf dem Gang, daß jemand im Zimmer war. Er spürte es durch die Tür.
«Retana», sagte er und lauschte.
Niemand antwortete.
Bestimmt ist er drin, dadite Manuel.
«Retana», sagte er und schlug gegen die Tür.
«Wer ist da?» sagte jemand im Büro.
«Idi, Manolo», sagte Manuel.
«Was willst du?» fragte die Stimme.
«Ich will Arbeit», sagte Manuel.
Etwas in der Tür schnappte mehrere Male, darm sprang sie auf. Manuel ging mit seinem Handkoffer hinein.
Ein kleiner Mann saß hinter einem Schreibtisdi am anderen Ende des Zimmers. Über seinem Kopf hing ein Stierkopf, den ein Madrider Tierausstopfer präpariert hatte; an den Wänden hingen gerahmte Photographien und Stierkampfplakate.
Der kleine Maim saß da und sah Manuel an.
«Ich dachte, sie hätten dich getötet », sagte er.
Manuel klopfte abergläubisch mit den Knödieln gegen die Tisdiplatte. Der kleine Marm saß da und sah ihn über den Schreibtisch hinweg an.
«Wieviel corridas hast du in diesem Jahr gehabt?» fragte Retana,
«Eine», antwortete er.
«Nur die eine?» fragte der kleine Mann.
«Das ist alles.»
«Ich hab davon in der Zeitung gelesen», sagte Retana. Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück und sah Manuel an.
Manuel sah hinauf zu dem ausgestopften Stier. Er hatte ihn schon oft gesehen. Er hatte ein gewisses Familieninteresse für ihn. Er hatte seinen Bruder, den vielversprechenden, vor etwa neun Jahren getötet. Manuel erinnerte sich an den Tag. Auf dem eichenen Brett, auf dem der Stierkopf aufmontiert war, befand sich ein Messingschild. Manuel konnte es nicht lesen, aber er glaubte, daß es zur Erinnerung an seinen Bruder war.