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Der alte Traum vom Überschiff
In diesem Buch wird angeheuert zu Großer Fahrt durch die Jahrtausende der Schiffahrtsgeschichte.
Immer ging es um das bessere, und das hieß in der Regel auch schnellere Schiff! Bereits auf den Nilbarken wurden die Ruderer durch Taktangeber zu rascherem Tempo angespornt. Und da man mit den damaligen Mitteln die Schiffe nur in einer begrenzten Länge bauen konnte, setzte man bei den antiken Galeeren mehrere Ruderer-Etagen übereinander.
Bald erkannten die Schiffbauer, daß die Geschwindigkeit auch wesentlich von der Schiffsform abhängt. Nach dem Übergang von der stevenlosen Konstruktionsart der Barken und Dschunken zum Kiel- und Spantenprinzip wurde der Schiffsrumpf zum ersten Mal scharfbugig.
Die Erfindung des Segels und Takeis tat ein übriges. Es bestand ursprünglich aus aufgespannten Tierhäuten. Wie beim wiederentdeckten Wind-Surfing hielt zunächst der aufrecht im Boot stehende Segler die Tierhaut mit beiden Armen in den Wind. Sein Körper diente als Mast und Spiere zugleich. Aber schon die Nilsegler der Hatschepsut kannten den Holzmast, Stage, Rah, Falls und anderes Tauwerk.
Mit der Belebung der nachantiken Handelsschiffahrt begannen die Schiffbauer die beträchtlichen Reserven zu entdecken, die noch im Windmotor steckten. Sie vergrößerten die Segelfläche und schufen zu diesem Zweck den Zwei- und Dreimaster. Dieses Verdienst der Venezianer wurde