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Vorwort |^ie Geschichte der Seefahrt ist zugleich ein Beitrag zur Geschichte des menschlichen Helden- und Mártyrertums. Die Folterkammern, in denen einst Mánner, welche die Götter von Raum und Zeit herausforderten, zur Strafe leiden muBten, nannte man „Schiffe". Diese Behauptung widerspricht allerdings der Mehrzahl der \ Bücher, die von dem lustigen Leben auf der u&endlichen Fláche der Meere handeln. Aber mir ist klar, daB ich noch viele andere Dinge sagen werde, die den Widerspruch mancher guten Bürger hervorrufen dürften. Ich höre schon die Einwánde: Und was ist mit dem Matrosen, der, einen Papagei auf der Schulter und eine Flasche in der Hand, die Volksmenge in einer verráucherten Kneipe mit seinen Erzáhlungen in Bann hált? Habén etwa alle diese romantischen Geschichten keinen Zusammenhang mit der Wirklichkeit? Wollen Sie sagen, Herr Verfasser, daB das Seemannsleben früher nur eine endlose Kette von Entbehrungen, Pein, Hunger, Durst und MiBhandlungen, kurz, eine Hölle auf Érden gewesen ist? Darauf will ich, so höflich wie möglich, antworten: Sicherlich hat es für jene Leute, die kühn und záh genug waren, die Fahrt in einen entfernten Winkel der Welt zu überstehen, Augenblicke groBer und wahrhafter Genugtuung gegeben. Doch solche Augenblicke waren selten. AuBerdem wird dadurch nicht die Tatsache beseitigt, daB bis zu den Tagén des modernen Schiffes, alsó bis zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, das Leben an Bord gánzlich ungeeignet für die Menschen war, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen worden sind. Dieses Leben war nicht nur voller Gefahren, das geht an für Mánner, es war auch grob und hart und als 5