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Das stürmische Jahr 1917Wolf-Rainer StevenAls das Jahr 1917 anbrach, wahrte der erste Weitkrieg schon 30 Monate. Er hatte millionenfachen Tod, groBe Hungersnöte, unermeBlidhe Leiden, Zer-störungen und eine rasche Verarmung des Proletariats in allén kriegführen-den Lándern Europas gebracht, dagegen vor allém den Aktionáren der Kon-zerne, den Rüstungsfabrikanten márchenhafte Gewinne. Damit wollte und konnte sich die Arbeiterklasse nicht lánger abfinden. So kündigten sich für das jahr 1917 schwere revolutionáre Stürme an, vor allém in RuBland, aber auch in Deutschland. In diesen Stürmen bewáhrten sich hier wie dort die jun-gen Proletarier in Marineuniform, die Heizer und Matrosen. Es begann im Február, in RuBland. Als die Revolution ausbrach, die den Zárén stürzte, standén die russischen Matrosen in der ersten Reihe der Kámp-fer. RuBlands Marine verfügte zu dieser Zeit über mehr als 500 Kampfschiffe und etwa eine gleiche Anzahl Hilfsschiffe. In der Flotté dienten 180000 Mann. Die Hauptkráfte befanden sich in der Ostsee.Die Bolschewiki, die Partei Lenins, hatten schon frühzeitig erkannt, welch ein enormes revolutionáres Potential in der Flotté steckte. Die meisten jungen wie álteren Matrosen waren bereits durch eine Schule des Klassenkampfes gegangen, denn sie kamen vorwiegend aus den Industriezentren RuBlands, aus Petrograd, Moskau, Tula, Odessa, Riga und anderen GroBstádten. Tau-sende von ihnen gehörten der SDAPR (Sozialdemokratische Arbeiterpartei RuBlands) an. In záher, intensiver Arbeit war es den Bolschewiki gelungen, in den Flottenstützpunkten der Baltischen Flotté - das waren Kronstadt, Hei-singfors (Helsinki), Reval (Tallinn), Petrograd und Ábo - starke Parteiorgani-sationen zu bilden. Auf fast allén Schiffen bestanden Parteizellen. Von besonderem Wert für die revolutionáre Arbeit war es, daB die Matrosen im kampferprobten Proletariat Petrograds, in den Werft-, Hafen- und Rü-stuagsarbeitern, einen festen Halt hatten, zumal etliche Matrosen selbst aus diesen Bereichen stammten. Und in Petrograd befand sich ja auch die Partei-führung der Bolschewiki. Solche populáren Persönlichkeiten und engen Kampfgefáhrten Lenins wie Michail Kalinin, Anatoli Lunatscharski, Bontsch-Brujewitsch, Alexandra Kolontai und Nadeschda Krupskaja, die Lebensge-fáhrtin Lenins, habén als Propagandisten und Agitátorén unter den Matrosen gewirkt, sie aufgeklárt und sie für die Partei gewonnen. In den groBen Stütz-punkten Helsingfors, Kronstadt und Reval gab die Partei der Bolschewiki für die Matrosen besondere Zeitungen heraus, die in hoher Auflage verbreitet wurden und betráchtlich zur politisch-ideologischen Erziehung der Mann-schaften beitrugen.Gleich nach Beginn der Februarrevolution entstanden in allén Flottén und Flottillen Matrosen-Sowjets. In den Flottenstützpunkten setzten sich die Ráte