Bővebb ismertető
Manche Anzeichen sprechen heute dafür, dafi wir in eine mitmenschlichere Phase der Geschichte eingetreten sind. Ideologisch erstarrtes oder gebundenes Denken und Handeln, welcher Weltanschauung es auch immer verhaftet sein mag, ist nicht mehr zukunftstráchtig, weil wir in einer Welt leben, in der alle zur Erhaltung des Friedens zusammenarbeiten müssen, die guten Willens sind. Für die Christen hat in dieser Hinsicht das Zweite Vatikanische Konzil mit seiner Aufforderung, den Dialóg mit den nichtchristlichen Weltreligionen und mit den Nichtglaubenden aufzunehmen, einen entscheidenden Anstofí gegeben. DieArbeitsgemeinschaft Weltgesprách ist bestrebt, diese Entwicklung zu fördern. Der Verlag Herder stellt sich in den Dienst dieser Sache und beginnt durch die Veröffentlichung des vorliegenden Werkes mit der Herausgabe von Gespráchsberichten und Schriften, deren Ziel es ist, weltweit und menschheitlich zu denken. Es ist der Versuch, eine Begegnung und Auseinandersetzung mit geschichtlich wichtigen Vorgángen, Gedanken und Máchten unseres Zeitalters herbeizuführen, und zwar in gröfiter Freiheit und Unbefangenheit und der Strenge des wissenschaftlichen und philosophischen Fragens gemáfí. Ein Gesprách dieser Art setzt die Vertrauenswürdigkeit der Welt oder, um es biblisch zu sagen, die Einsicht in die unauflösliche Zusammengehörigkeit von Schöpfung und Geschichte voraus. Nur dann wird es jene Atemkraft habén, die notwendig ist, um bei aller Wahrung des je Eigenen alles ins Auge zu fassen, was menschlich ist. Das ist zweifellos eine schwierige Aufgabe, weil der heutige Mensch dieses Hören auf den anderen, das volle Ernstnehmen seiner Erfahrungen und Einsichten erst noch lernen mu!5. Deshalb kommt man auf diesem Weg auch nur langsam, Schritt für Schritt weiter, und dafür müssen Beispiele gesetzt werden.