Bővebb ismertető
EINLEITUNG
1. Gestalt und Außau
Das Mt-Ev, das an erster Stelle im ntl Kanon steht, ist nicht das ersterschienene Werk der eigentümlichen Gattung »Evangelien«; das war vielmehr das Markusevangelium, das der Autor gekannt und benutzt hat. Warum und wozu hat dann »Matthäus« (der Name steht für den Verfasser ohne Urteil über seine Identität) dieses große Evangelium geschrieben? Das hängt offenbar mit der Gemeinde zusammen, aus der er stammt und für die er schreibt (vgl. u. 3.). Ihr will er nicht nur weiteres Material bieten, sondern sie auch in ihrer Situation ansprechen und ihr die Richtung für ein Leben nach der Botschaft Jesu weisen. Obwohl er den geographischen Rahmen des Mk-Ev übernimmt und auch sonst manchen Stoffanordnungen seines Vorgängers folgt, hat er doch ein neues und eigenständiges Werk geschaffen. Im Vergleich mit dem Mk-Ev fallen zunächst die Erweiterungen am Anfang und Ende auf. Mt beginnt mit einer »Vorgeschichte« vor dem Auftreten des Täufers Johannes und der Taufe Jesu, die man im Unterschied zur lukanischen »Kindheitsgeschichte« eher ein »Vorevangelium« nennen kann. Nach einer »Genealogie« (Geschlechterfolge), die ihr Interesse an der Herkunft Jesu von David und darüber hinaus von Abraham hat (1'"'0) wird in einem erweiterten Anhang zu die jungfräuliche Empfängnis Jesu vom Heiligen Geist dem Josef in einer Offenbarung mitgeteilt Das 2. Kap. soll nicht bloß die Geburt
Jesu in der Davidsstadt Betlehem und seine Beheimatung in Nazaret begründen, sondern auch das Schicksal des Messiaskindes in den Blick bringen, wie es in der Mose-Geschichte typologisch vorgebildet ist. Die beiden Kapitel wollen also auf die Person Jesu Christi unter gläubigem Aspekt (christologisch) hinführen und die Leser auf die Darstellung des Auftretens und Wirkens Jesu vorbereiten. - Am Ende bringt Mt über Mk hinaus Grab- und Ostererzählungen, die den Glauben an die Auferstehung Jesu stärken sollen (die Grabeswache 2/62.^6 28"-'5; Erscheinung vor den Frauen 28'-'°) und in der Erscheinung Jesu vor den Jüngern mit dem Sendungsauftrag gipfeln (28'^^°). Diese Eckpfeiler am Anfang und Ende umschließen das übrige Evangelium, das Jesu irdische Wirksamkeit in Verkündigung und Lehre, Heilstaten und Ringen mit Widerständen entfaltet und schließlich sein Leidens- und Todesschicksal darstellt.
Wie aber hat der Evangelist das ihm verfügbare Material angeordnet? Die sehr unterschiedlich beurteilte Struktur erschließt sich, wenn wir zunächst den Haupteinschnitt in 16^' nach der Cäsarea-Philippi-Szene erkennen. In 4" steht die Ansage: »Von da an begann Jesus zu verkünden «, und in 16^' lesen wir die formell gleiche Bemerkung: »Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach