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Andreas Franzke - Mattis-Teutsch und Der Blaue Reiter [antikvár]

Mattis-Teutsch und Der Blaue Reiter [antikvár]

Andreas Franzke, Konrad Oberhuber, Monika Wucher

 
Zum Geleit Der im siebenbürgischen Kronstadt/Brassó geborene Hans Mattis-Teutsch gehört bis heute zu den großen Unbekannten unter den Künstlern der internationalen Avantgarde. Wir freuen uns, sein in Ungarn in den letzten Jahren populär gewordenes Werk nun auch der Öffentlichkeit in Westeuropa in einer ersten umfassenden Retrospektive vorstellen zu können. Noch immer harrt der seit den 30er Jahren zu Unrecht in Vergessenheit geratene Künstler seiner Entdeckung und Anerkennung im Kontext der modernen europäischen Kunst. Es erfüllt...
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Zum Geleit Der im siebenbürgischen Kronstadt/Brassó geborene Hans Mattis-Teutsch gehört bis heute zu den großen Unbekannten unter den Künstlern der internationalen Avantgarde. Wir freuen uns, sein in Ungarn in den letzten Jahren populär gewordenes Werk nun auch der Öffentlichkeit in Westeuropa in einer ersten umfassenden Retrospektive vorstellen zu können. Noch immer harrt der seit den 30er Jahren zu Unrecht in Vergessenheit geratene Künstler seiner Entdeckung und Anerkennung im Kontext der modernen europäischen Kunst. Es erfüllt uns deshalb mit umso größerer Genugtuung, daß sein bisher größtenteils im Verborgenen gebliebenes Ouvre nun mit dieser Ausstellung und dem sie begleitenden umfangreichen wissenschaftlichen Katalog über die Grenzen von Ungarn und Rumänien hinaus bekannt gemacht wird. Wenn diese Retrospektive nach Budapest in München stattfindet, so macht dies umso mehr Sinn, als Hans Mattis-Teutsch nach seinem Studium an der Kunstgewerbeschule in Budapest in der bayerischen Hauptstadt von 1903-1905 an der Königlich Bayerischen Akademie der Bildenden Künste in der Bildhauerklasse von Wilhelm von Ruemann und Balthasar Schmitt studierte. Von hier aus zog es ihn weiter nach Paris, unter anderem in die Académie von Matisse, bevor er 1908 in seine Heimatstadt Kronstadt/ Brassó zurückkehrte, wo er als Zeichenlehrer tätig war. Auf die Frage, inwieweit das künstlerische Werk von Mattis-Teutsch durch seine Münchener und Pariser Lehijahre geprägt war, in denen sich der angehende Bildhauer der Malerei zuwandte, die von diesem Zeitpunkt an zum bevorzugten Gebiet seines künstlerischen Schaffens werden sollte, versucht der Katalog eine Antwort zu geben. Die Autoren, denen an dieser Stelle für ihre umfangreichen wissenschaftlichen Recherchen ganz herzlich gedankt sei, machen uns auch mit den mannigfaltigen Kontakten des Künstlers bekannt, die er als Wegbereiter und Mitkämpfer der internationalen Avantgarde mit gleichgesinnten Künstlern in Budapest, Berlin, Paris und Bukarest während der ersten drei Dezennien des vergangenen Jahrhunderts pflegte. Mit seiner Kunst, aber auch mit seinen Gedichten, war der in dieser Zeit häufig nach West-und Osteuropa reisende Künstler in den Publikationsorganen, aber auch in zahlreichen Ausstellungen der europäischen Avantgarde, höchst präsent, wobei das pulsierende Kunstleben im Berlin der 20er Jahre eine besondere Anziehungskraft auf ihn ausübte. Ungeachtet aller Verlockungen, nach Berlin, Paris oder Bukarest überzusiedeln, um im Kreise geistig verwandter Künstler effektiver wirken zu können, hielt es Hans Mattis-Teutsch aufgrund seiner familiären und beruflichen Situation dennoch zeitlebens in dem geistig durchaus auch regen, aber nichtsdestoweniger provinziellen Kronstadt. Bedingt durch das Erstarken deutschnationalen Gedankenguts, das sich auch in Kronstadt immer häufiger in faschistischen Formen manifestierte, wurde der linksintellektuelle Künstler nach 1933 ins gesellschaftliche Abseits gedrängt und als >Kulturbolschewist< zum Schweigen verurteilt. Dieses Schicksal, aber auch der erneute politische Druck durch die kommunistischen Machthaber, der zwischen 1957 und 1950 die letzten Lebensjahre von Hans Mattis-Teutsch belastete, haben ihn in der Welt der Kunst in Vergessenheit geraten lassen. Um sein nahezu unbekannt gewordenes, weil seit den 30er Jahren im Verborgenen existierendes Ouvre wieder an das Licht der Öffentlichkeit zu holen, bedurfte es zur Auffindung der Werke und zur Vorbereitung der Ausstellung nicht nur umfassender Recherchen, sondern auch einer vielfältigen Forschungstätigkeit. Ihrer nahmen sich neben zahlreichen Wissenschaftlern, die als Autoren im ungarischen und im deutschen Katalog vertreten sind, vor allem einige Privatsammler und die Mitarbeiter der MissionArt Galerie in unermüdlicher und akribischer Detektivarbeit an. Stellvertretend für die vielen, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, sei hier László Jurecskó, Zsolt Kishonthy, Nicolas Éber und Georg Lecca gedankt. Weiterhin möchten wir im Namen der Ungarischen Nationalgalerie und des Hauses der Kunst allen Institutionen und Mitwirkenden danken, die an der Ausstellungskonzeption, der Zusammenstellung der Exponate und der Herausgabe des Aus-stellungskataloges beteiligt waren. Zu danken haben wir auch den Mitarbeitern unserer

Termékadatok

Cím: Mattis-Teutsch und Der Blaue Reiter [antikvár]
Szerző: Andreas Franzke , Konrad Oberhuber Monika Wucher
Kiadó: Haus der Kunst
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 240 mm x 280 mm
Andreas Franzke művei
Konrad Oberhuber művei
Monika Wucher művei
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