Bővebb ismertető
Hand aufs Herz: Wer nach Mauritius fliegt, denkt nicht an das Studium fremder Kulturen und ihrer Religionen, plánt nicht, die Tage dort in Museen und Tempeln zu verbringen, wird nicht einmal wandern oder bergsteigen wollen, um die exotische Flóra und Fauna zu geniefien - obwohl das alles durchaus möglich ist auf dieser kleinen Insel, die auf kaum einer Karte gröfier ist als die Briefmarke, für die sie bekannt wurde. Wer nach Mauritius fliegt, erwartet die Dreifaltigkeit von Sonne, See und Sand. Er wird nicht enttáuscht. Etwa zweihundert Kilometer Küstenlinie hat die Insel, mehr als hundertsechzig Kilometer davon sind Strand - weifter, feiner Sandstrand, den das gleifíende Licht der Tropensonne in solch blendende Helligkeit taucht, dafí man meint, darauf zu schweben. Das ganze Jahr herrscht Frühling oder Sommer. Das Wasser ist warm. Grün und Türkis schimmert es unter dem stahlblauen DieBlüten der Flamboyantbáume hinterlassen einenfeuerroten Teppich Himmel. Tráge laufen die Wellen an der Küste aus. Das Meer donnert nicht, rauscht nicht einmal, es plátschert ganz sachte. Kaum merklich wiegen sich die Báume in der sanften Brise. Das Bild ist perfekt, ein Bild, das die Sehnsucht nach einem paradiesischen Urzustand der Ruhe und des Friedens erfüllt. Eine Woche. Zwei Wochen. Es ist egal, wie lange der Urlaub dauert. Selbst in der dritten Woche falit es noch immer schwer, sich vom Strand loszureifíen. Erst sei Mauritius geschaffen worden und dann der Himmel, und zwar der Himmel nach dem Vorbild von Mauritius, sagen die Einheimischen, und auch wenn sie die Formulierung fálschlicherweise Mark Twain unterschieben, ist sie noch lange nicht falsch. Früh wurden die Reize der Insel erkannt. Schon 1778 setzte ihnen der Franzose Bernardin de Saint-Pierre mit dem Román Paul und Virginie ein Denkmal, um mit der Schönheit der tropischen Natúr die Sittenreinheit einer kleinen Gesellschaft zu vereinigen. Hundert Jahre spáter schwármte in dem Román George der Dichter Alexandre