Bővebb ismertető
Vorbemerkung
Der Leser dieses Buches sollte den Anlaß des Buches möglichst rasch vergessen: den achtzigsten Geburtstag von Max Ernst. Es hat keinen Sinn, gebannt auf diesen Fälligkeitstermin zu starren. Die Logik meint, es müßte sich aus solch großem Anlaß Großes destillieren lassen: ein Altersstil. Er fehlt bei Max Ernst. Verknappung, Verklärung, Kompromiß, wir suchen dies alles vergebens.
Das Biographische bleibt in diesem Buch auf ein Mindestmaß beschränkt, auch das Anekdotische. Nach den Publikationen von Patrick Waldberg und John Russell, die die Vita Max Emsts genau studieren, bot es sich nun an, einmal von abstrakteren Prinzipien auszugehen. Was dieser Essay wiU: einige der Überlegungen, die ich im Laufe der nächsten Jahre zu einer umfassenden Monographie Max Emsts erweitern möchte.
In den letzten zwanzig Jahren ist aus dem Dadaisten und Surrealisten Max Ernst ein großer Einsamer geworden, der, ohne auf eine Gruppe, auf einen Zeitstil zurückzugreifen, sein Werk weiterführt.
Es ist notwendig, dieses Ouvre immer stärker in den Zusammenhang mit den großen geistigen Leistungen unseres Jahrhunderts zu rücken. Max Ernst wird zum faszinierenden Widerpart Picassos.
Ich widme dieses Buch Dominique und Jean de Menil, den passionierten Freunden Max Emsts, als Dank dafür, daß sie und das Institute for Arts der Rice University, Houston (Texas) die Herausgabe des Ouvre-Katalogs ermöglichen.
W.S.