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heimat und jugendDas deutsche Lehrerhaus, seit Jahrhunderten eine der fruchtbarsten volksnahen Kraftquellen unserer Musik, hat uns auch einen ihrer letzten großen Meister, Max Reger, geschenkt. Im alten Kernland der bayrischen Oberpfalz, dem auch Gluck und Jean Paul entstammen, wurde Johann Baptist Joseph Maximilian Reger am 19. März 1873 in dem abgelegenen Fichtelgebirgsdorf Brand ,,am Fuße des Ochsenkopfes" geboren als Sproß alter Bauern- und Handwerkergeschlechter, deren Glieder seit Generationen in der Gegend um Cham (Ostfranken) ansässig waren. Schon der Großvater, der aufgeweckte Dorfschneider und Kleinbauer Georg Reger von Pemfling, konnte durch zähe Beharrlichkeit und unermüdliche Arbeit in Werkstatt und Landwirtschaft, bei der ihm seine fleißige, noch des Schreibens unkundige Frau wacker beistand, seinen vier außergewöhnlich begabten Söhnen den Aufstieg zum Lehrerberuf ermöglichen. Auch die mütterlichen Vorfahren, seit dem Dreißigjährigen Krieg in der Gegend um Erbendorf als Handwerker, als Zimmerleute und Schmiede, ansässig, hatten sich emporgearbeitet. Dem Großvater Joseph Reichenberger (geb. 1813) war es gelungen, die seit über hundert Jahren in der Familie betriebene Drahtschmiede in Grötschcnreuth durch eigene maschinelle Erfindungen zu einem einträglichen Fabrikbetrieb auszugestalten. Doch der rastlos auf den verschiedensten Gebieten tätige Mann, der auch ein guter Geiger war, vermochte sich nicht den Realitäten des Lebens gegenüber zu behaupten; der unruhige Geist des leidenschaftlichen Bastlers und Experimentators verlor sich in phantastische Erfinderpläne und gefährliche Spekulationen, die ihn schließlich um sein Vermögen brachten und verbittert in der