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AM KAISERHOFE ZU PARIS
Madrid in den vierziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Reich und prunisvoll rauscht das gesellschaftliche Leben der höfischen Kreise der Hauptstadt Spaniens, in dem das Haus des Grafen Manuel von Teha und Montijo eine große Rolle spielt. Doch niemand ahnt, daß dieser altadelige Name bald mit kaum je erhofftem, neuem Glänze über die ganze Welt erstrahlen wird. Die Gemahlin des Grafen stammte aus adeliger schottischer f^amilie, die gänzlich verarmt nach Malaga eingewandert war. Ihr Vater hatte dort, um Frau und Kind erhalten zu können, eine Weinstube eröffnet, die auch der schon ältere, einäugige Graf Teba zu besuchen pflegte.
Als glühender Anhänger des ersten Napoleon kämpfte dieser spanische Grande bis zum Jahre 1814 unter dessen Fahnen und blieb auch nach der Katastrophe des Kaiserreichs seiner Schwärmerei für den großen Korsen treu. In den Kriegen war keine Zeit, sich zu verehelichen. Nun, nach Napoleons Sturze heimgekehrt, empfindet Graf Teba in der kleinen Garnisonstadt das Alleinsein besonders schwer. Da verlieht sich der alternde Mann in die ehrgeizige, sehr hübsche Tochter des Weinhändlers adeliger Abkunft, sie weiß ihn so völlig an sich zu fesseln, daß er sie seiner Familie zum Trotz zur Gattin erhebt.
Die junge Frau findet sich schnell in ihre neue Rolle. Bald wird ihr Haus eines der angesehensten und gastlichsten von Malaga. Die Gesellschaft vergißt die Vergangenheit, füllt die Salons der schönen, nunmehrigen Gräfin, und da sie Geschmack und Geist besitzt, weiß sie die Leute an sich zu fesseln, die ihr bei ihrem Aufstieg von Nutzen werden. Sie erreicht langsam