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Vorwort ;
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Vor achtzig Jahren veröffentlichte der Rottenburger Bischof Paul Wilhelm von Keppler bei Herder ein klei- • | ' , nes Buch, das spontan große Zustimmung fand. Mit . \ r i
fast 200000 Exemplaren zählte es schHeßlich zu den , ; i
Bestsellern seiner Zeit. Sein schlichter Titel: „Mehr ' ' ; Freude". Ohne Freude könne der Mensch nicht leben, ; '
ohne Freude könne auch der Christ nicht leben, nicht i ' einmal ein Heiliger, schrieb der Autor in seinem Vorwort. Mit allen Kräften wehrte er sich gegen das Vorurteil, das Christentum sei der Hauptgegner der Freude, weil es lehre, daß jeder sein Kreuz auf sich nehmen solle. Gewiß sei das Leiden wertvoll, unabwendbar, unentbehrlich, verdienstvoll, aber man habe durchaus nicht das Recht, es im Wert der Freude vorzuziehen. Die Freude sei das Frühere, Ursprüngliche-rere. Ewige. ;, .
Dafür führte er viele Zeugen an. Gelehrte seiner Zeit, Schriftsteller, Künstler, Mediziner und schließlich eine „Galerie fröhhcher Menschen", die Heiligen der Kir- ,
che, beginnend mit dem frohen Lied, das Maria in den Armen ihrer Kusine Elisabeth anstimmte. „Ich fürchte , :
nichts so sehr," sagte Teresa von Avila einmal, „als , . i ^
wenn ich sehe, daß unsere Schwestern die Freude des " . !
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Herzens verlieren." Und der gelehrte Thomas von ^ ' ¦ V '
Aquin schrieb: „Das Merkmal aller, die es zur voll- ' 'i' . ' ^
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