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0. VORWORT
Ausgehend vom gegenwärtig (1972) erreichten Stand der psycho-linguistischen und soziolinguistischen Theorien möchten wir mit der vorliegenden Arbeit einen Beitrag zum gleichzeitigen Erwerb mehrerer Sprachmodelle beim Kleinkind leisten. Dabei sind wir auf folgende Fragenstellungen eingegangen:
Wie ist das Phänomen des Spracherwerbs in der Geschichte erklärt worden (Kap. 1.);
2. Ist der Erwerb mehrerer Sprachmodelle ein Lernen wie jedes andere oder werden zusätzliche und eigengesetzliche Mecha-nistnen zu dessen Erklärung erforderlich sein (Kap. 2.);
3. Welche Rolle spielen entwicklungsspezifische und sozial bestimmte Faktoren im Sprachlernprozeß mehrerer Sprachmodelle und wie wirkt sich mehrsprachliche Kommunikation mit der Umwelt aus? (Kap. 3.);
Läßt sich anhand der Performanz mehrerer Modelle eine formale Erarbeitung eines Regelsystems skizzenhaft aufstellen, mit dessen Hilfe alle Sätze der benutzten Sprachmodelle erzeugt werden können, oder muß für jedes Modell ein besonderes Regelsystem aufgestellt werden? (Kap, 4. und Kap. 5.).
An dieser Stelle möchten wir unsere Dankbarkeit Herrn Prof. Dr. U. L. FIGGE für seine wertvolle Beratung bei der Fertigstellung dieser Arbeit ausdrücken,
Sie entstand in den Jahren 1970 bis 1972 und wurde im Juni 1972 von der Fakultät der Abteilung für Philologie der Ruhr-Universität Bochum als Dissertation angenommen.
Bochum, den 15. September 1977 Mario de Matteis