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Ken muß ein Fohlen haben
Hoch oben auf dem langen Hügelrüdcen, der die Sattelhöhe genannt wurde —sie lag hinter denWirtsdiaftsgebäuden und der Großen Lincolnstraße —, ritt ein kleiner Junge dahin. Er hielt gen Osten, und die aufgehende Sonne schien ihm gerade in die Augen und blendete ihn. Sie war unvermutet über einer dunklen Wolkenbank erschienen, und wie ein hoher Besudh grüßte sie lächelnd nach redits und links; sie erhellte die ganze Welt, und alles erwiderte ihren Gruß mit Freuden.
Die drunten eng beieinanderliegenden Dächer des Gestütes, die bisher dunkel ausgesehen hatten, fingen an, sidi zu röten, und die dünnen Arme des Windmotors beim Viehstall zwinkerten und blitzten. Sie erwiderten das Lädieln der Sonne.
„Guten Morgen, meine Gnädige!" rief Ken ihr zu. Er schwenkte grüßend den Arm, und die kleine braune Stute, auf der er saß, machte einen erschrockenen Satz.
Um sidi auf dem Pferderücken zu halten — denn er ritt ohne Sattel —, drückte er ihr die Fersen in die Selten; wieder ein Satz — dieses Mal mit gesenktem Kopf —, und dann ließ sie sich, mit gekrümmtem Rüdten, jäh auf die Füße fallen und schlug aus.
Einmal, zweimal, dreimal — und Ken lag unten. Er lag vor ihrer Nase, aber die Zügel hielt er fest in der Hand.
Die Stute machte einige Schritte rückwärts und ruckte kräftig mit dem Kopf, um loszukommen — ungefähr wie ein Hund, der sich fest in ein Hosenbein verbissen hat.
„Nicht doch!" keuchte Ken, ihr gegenübersitzend. Er klammerte sich an die Zügel. „Dieses Mal sollst du mir nidit