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VORWORT
Meine Begegnung mit P. Teilhard de Chardin gehört zu jenen Erlebnissen, die für mich ständig an Bedeutung gewinnen. Inzwischen sahen sich so viele Menschen durch seine Schriften bereichert, daß ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, meine Erinnerungen an Teilhard de Chardin, seine Teilnahme an meinen Forschungen in Asien und gelegentliche Zusammenkünfte in Amerika niederzuschreiben. Ich glaubte, meine Erlebnisse und Gedanken mit jenen teilen zu müssen, die beim Lesen seiner "Werke den Autor so kennen zu lernen wünschen, wie er als Forscher wirkte. Wer sein Werk kennt, wird gerade dies für notwendig erachten, weil seine reichen, von besonderer Glaubenskraft getragenen Ideen sich auf seine naturwissenschaftlichen Forschungen gründeten. Sie erfüllten sein ganzes Leben und beanspruchten seine Kräfte bis über das siebzigste Jahr hinaus.
Teilhard hat seine erdgeschichtlichen Perspektiven von Ursprung und Entwicklung des Lebens, insbesondere des Menschen, mit Geologenhammer und Lupe fast in allen Erdteilen gewinnen müssen, weil die Welt sein Laboratorium war. Ich meine, daß man sich von diesem großen, leidenschaftlichen Ringen um die Erkenntnis der Bestimmung des Menschen keinen rechten Begriff wird bilden können, wenn man Teilhard nicht auch in seinem Milieu als Forscher kennenlernt. Wie er sich unter Zelten am Himalaja und in Birma, in wüstenhaften Gebieten und tropischen Ländern gab, dies zu wissen scheint mir für die nähere Kenntnis dieser reichen Persönlichkeit ebenso wichtig wie biographische Daten^. Vielleicht
^ Siehe die Biographien von Claude Cuenot, Pierre Teilhard de Chardin, Paris 1958, und von Nicolas Corte, La vie et l'âme de Teilhard de Chardin, Paris 1957.