Bővebb ismertető
1. Kapitel
In früheren Zeiten pflegte man die Menschen am Kreuzweg zu hängen.
Jetzt nicht mehr. Wenn jetzt ein Mörder sein Verbrechen sühnt, so tut er es in Bodmin nach gerechter Verhandlung vor dem Schwurgericht. Das heißt, wenn das Gesetz ihn für schuldig erklärt, bevor sein eigenes Gewissen ihn umbringt. Es ist besser so. Wie eine chirurgische Operadon. Und die Leiche wird anständig beerdigt, wenn auch in einem namenlosen Grab. In meiner Kinderzeit war es noch anders. Ich kann mich daran erinnern, wie ich, als kleiner Junge, dort wo die vier Straßen zusammentreffen, einen Mann in Ketten hängen gesehen habe. Sein Gesicht und sein Körper waren mit Teer bestrichen worden, um sich länger zu halten. Da hing er denn fünf Wochen, bevor man ihn abschnitt, und die vierte Woche war es, als ich ihn sah.
Er pendelte an dem Galgen zwischen Erde und Himmel oder, wie mein Vetter Ambrose mir sagte, zwischen Paradies und Hölle. Ins Paradies würde er nie gelangen, und die Hölle, die er gekannt hatte, war ihm verlorengegangen. Ambrose stupste die Leiche mit seinem Stock. Noch jetzt kann ich sie vor mir sehen, im Winde schwingend wie eine Wetterfahne an einem rostigen Drehbolzen, eine armselige Vogelscheuche von dem, was einst ein Mann gewesen war. Der Regen hatte seine Hosen, wenn nicht seinen Leib verfaulen lassen, und Stoffstreifen schälten sich von seinen gequollenen Gliedern wie aufgeweichtes Papier.
Es war Winter, und ein vorüberwandernder Spaßmacher hatte einen Stechpalmenzweig in das zerrissene Wams gesteckt; das sollte ein Schmuck sein, aber auf mich, den siebenjährigen Knaben, wirkte es wie der äußerste Hohn. Doch ich sagte kein Wort. Ambrose mußte mich aus einem ganz bestimmten Grund hierher geführt haben, vielleicht um meine Nerven auf die
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