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'Erstes Kapitel
Oft fragen Freunde meine Frau:
„Wie kann man mit einer Concierge leben?"
„Mit einer Concierge?" fragt meine Frau erstaunt.
Sie sagen:
„Mit einem Mann, der wie eine Hausmeisterin in der Nadibar-schaft alles ausplaudert, was im Haus geschieht. Ihm ist doch nichts heilig. Immer wieder sind Sie und Ihre Töchter und Ihre Schwiegersöhne der Mittelpunkt seiner Geschichten. Wenn ich Sie wäre, Frau Kitty, ich ließe mir das nicht gefallen! Ich kratzte ihm die Augen aus. Soll Ihr Mann doch über die Römer schreiben, wenn er unbedingt schreiben muß!"
Kitty hat dafür nur ein Lächeln übrig.
Kitty hat für alles nur ein Lächeln übrig.
Am meisten aber lächelt sie - geduldig - über mich.
Als ich begann, in der Erinnerungskiste zu wühlen und all die heiteren Begebenheiten aufzuzeichnen, die sich zwischen Kitty und mir abgespielt hatten, stand ich mitten in dieser Ehe. Es ist eine höchst alltägliche Ehe. Alltäglich in den Möbeln, zwischen denen wir auf und ab gehen, alltäglich in den Sätzen, die wir zueinander sagen, alltäglich in den Gardinen, die vor den Fenstern hängen, alltäglich in dem Geld, das ich verdiene und von dem meine Frau ihren Zehnten fordert. Unsere Nachbarn sind wie alle Nachbarn, selbst der Zaun ums Haus sieht aus wie jeder Zaun, der um ein Haus läuft.
Unsere Nachbarn beispielsweise, unter uns, über uns, neben uns, haben gar nicht die Absicht, gute Nachbarschaft zu pflegen. Kitty,