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Franz Beckenbauer - Meine Gegner - Meine Freunde [antikvár]

Meine Gegner - Meine Freunde [antikvár]

Franz Beckenbauer

 
VorwortDie Vision sei erlaubt: Im Halbdunkel eines festlich dekorierten Saales feiert eine internationale Gesellschaft den herausragendsten Fußballer des Landes und die Stationen seiner Karriere. An großen Tischen sitzen Spieler mehrerer Generationen, dazwischen Künstler, Schriftsteller, Politiker, Ärzte, Showstars natürlich und bedeutende Sportler aus anderen Bereichen. Es ist gerade zehn Jahre her, daß Franz Beckenbauer sein letztes von insgesamt 103 Länderspielen bestritt. Hollywood ehrt seine Koryphäen gewöhnlich erst dann, wenn...
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VorwortDie Vision sei erlaubt: Im Halbdunkel eines festlich dekorierten Saales feiert eine internationale Gesellschaft den herausragendsten Fußballer des Landes und die Stationen seiner Karriere. An großen Tischen sitzen Spieler mehrerer Generationen, dazwischen Künstler, Schriftsteller, Politiker, Ärzte, Showstars natürlich und bedeutende Sportler aus anderen Bereichen. Es ist gerade zehn Jahre her, daß Franz Beckenbauer sein letztes von insgesamt 103 Länderspielen bestritt. Hollywood ehrt seine Koryphäen gewöhnlich erst dann, wenn sie 70 oder 75 Jahre alt geworden sind. Wir feiern früher. Warum auch nicht?Helmut Schön hält die Laudatio, blendet zurück auf das Debüt des damals gerade erst Zwanzigjährigen in Stockholm, als sich die deutsche Elf für die Weltmeisterschaft 1966 qualifizierte. Und Schön schwärmt von der wohl glanzvollsten Mannschaft des deutschen Fußballs, die 1972 die Europameisterschaft gewann und zwei Jahre später in München gar den Weltmeistertitel. Nacheinander erheben sich Gegner und Freunde Pelé, Bobby Charl-ton, Johan Cruyff, Sepp Maier, Uwe Seeler und all die anderen und erzählen kurze Episoden mit Franz in Rio de Janeiro und New York, in London, in Léon, in Rom und Hamburg. Auf einer riesigen Leinwand über der Bühne verfolgt die Gesellschaft die denkwürdigsten Ausschnitte aus Länderspielen, die Franz Beckenbauer entscheidend mitprägte: das WM-Finale im Londoner Wembley-Stadion 1966: das Jahrhundertspiel gegen Italien 1970 in Mexico City; Gerd Müllers Siegestreffer 1974 im Endspiel gegen Holland und dann Franz Beckenbauer als Kapitän, den Jules-Rimet-Cup in den erhobenen Händen. Dazwischen Bilder, die den Dirigenten im Mittelfeld so zeigen, wie ihn die Welt in den Stadien und vor den Fernsehschirmen kannte und liebte: unnachahmlich lässig und leicht in seinen Bewegungen, im fein kontrollierten Führen des Balls, im klugen Warten auf die Chance eines blitzartigen Herausbrechens aus der eigenen Abwehr bis hin zum gefürchteten Schuß aufs gegnerische Tor. Die Leute im Saal applaudieren dieser eleganten Art desSpiels, Kenner bemerken und wissen aus ungezählten Spielen, wie Franz das Tempo notfalls verschleppen und den Ball vorübergehend unter der Sohle verstecken konnte. Irritation für den Gegner, Formierung der eigenen Mannschaft zum erfolgversprechenden Angriff. In der Mitte, als Libero, wie man weiß, Franz Beckenbauer, der, entgegen allen Erwartungen, plötzlich losprescht und den Betrachter auf der Tribüne fasziniert dasitzen läßt. Man bestaunt die Kunst eines Fußballers, der die Fertigkeiten des Gegners deklassiert oder auch steigert, je nachdem. Eine glückliche Mischung aus Begnadetsein und Lust an dem, was zum Lebensinhalt des Franz Beckenbauer wurde. Dabei ist er den üblichen Vorstellungen eines Wochenendfußballers weit entrückt. Und weil er mit mancher Gebärde nicht nur Verständnis erntete, legte sich, vor allem nördlich der Mainlinie, Distanz zwischen Zuschauer und Kaiser, als habe Beckenbauer bewußt abgehoben, statt wie Uwe Seeler oder Helmut Rahn unterm Volk zu bleiben. Nichts lag Franz ferner, als eine Kluft aufzureißen zwischen sich und dem Publikum. Aber wie sich wehren gegen den oft rücksichtslosen Zugriff der F^ns? Wie seinen Weg gehen als Star, ohne Neugierige und Bewunderer stehenzulassen oder gar zu verprellen?Jetzt, als Teamchef der Nationalmannschaft, kann er mit der Popularität und dem Glanz der Erfolge vermutlich leichter leben. Nach dem Debakel bei der Europameisterschaft 1984 sind Franz Beckenbauers erste Auftritte als Chef der Nationalmannschaft mit Beifall, ja mit Begeisterung aufgenommen worden. Er beendete gleichzeitig ein festgefügtes, traditions-geprägtes Verhältnis zwischen Fußballbund und Nationaltrainer. Der Neuberufene durchlief bekanntlich weder eine Ausbildung als Fußballehrer, noch erwarb er bis heute eine Lizenz für dieses Amt. Presse und Femsehen behandelten ihn anfangs derart freundlich, als hinge von Beckenbauer allein eine glorreiche Zukunft unseres Fußballs ab. Doch mitten in einer Phase anhaltend schwacher Spiele, etwa im Oktober 1985, geriet der Teamchef in eine Krise. Jupp Derwall, von Journalisten als Vorgänger6

Termékadatok

Cím: Meine Gegner - Meine Freunde [antikvár]
Szerző: Franz Beckenbauer
Kiadó: Rasch und Röhring Verlag
Kötés: Varrott keménykötés
ISBN: 3891361602
Méret: 220 mm x 280 mm
Franz Beckenbauer művei
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