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Vorwort
Idi kam gegen Abend an. Cadaques liegt am Ende der in die Ausläufer der Pyrenäen gehauenen Straße. Man entdeckt das Dorf ganz plötzlich am Fuß der Sierra de Rosas: ausgezeichnete Architektur von stufenförmig übereinanderstehenden Häusern an der kristallklaren Bucht. Ich fuhr nicht ins Dorf hinein. Ich wollte zuerst Port Lligat sehen, eine Unterkunft für Fischer, weiter nördlich gelegen. An dieser letzten Bucht vor den wildbewegten, monströs gotischen Felsen des Kap Creus hat sich Dali sein »geistiges Gefängnis« erbaut. Man muß gleidi links abbiegen. Ich geriet in eine zerklüftete Hölle. Am Hang kahler Berge windet sieb zwischen Mauern von Staub ein schluditartiger Weg. Hinter kurzen Terrassen aus Erde und Steinen das Meer, von bereits dunkel werdenden Felsen übersät. Es war Wind aufgekommen, der in wütenden Stößen blies. Ich holperte mit hochgekurbelten Fenstern in einer Wolke von Sand und Asche dahin. Die Dämmerung rötete sich. Ein kleiner, schwarzgekleideter Mann, die Baskenmütze bis in die Brauen gezogen, rief mich an und bat mich, ihn an dem Urlaubsdorf abzusetzen, das sich auf dem Fels der Landspitze im Strudel von Gischt und Tramontana ausbreitete. Kaum saß er, als er mich auch schon mit unaufhörlichem dummen Gesdinat-ter zu unterhalten begann. Ich fuhr mit dem Narren, dessen Hände idh im Auge behielt, durch diese Landschaft von trostloser Wut. Idi rollte an Port Lligat vorüber. Wie im Traum sah ich Boote auf dem steinigen Strand und im Grund eines Amphitheaters mit entlaubten Reben Dalis Haus, ein winziges Dorf aus Hütten, gekalkte Mauern, die der Abend rötete, überragt von monumentalen Gipseiern und einem mit Mistgabeln gespidcten Taubenschlag.