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]Nie wunderbar ist doch Gewalt Donald HonigWas das Ganze so lächerlich machte, war die Tatsache, daß ausgerechnet Angus Monroe in eine so schreckliche und dramatische Situation geriet. Er war der durchschnittlichste und unauffälligste Mensch, den man sich vorstellen konnte - etwas über fünfzig, klein, behäbig, grau, makellos, schweigsam. Ein schüchterner Junggeselle ohne Freunde, der auf der anderen Seite der Stadt zwei Zimmer bewohnte. Aber Zurückhaltung und Unauffälligkeit waren bei ihm nur äußerer Schein, darunter schlug ein grämliches Herz voller Groll. Angus hatte das Gefühl, daß die Welt ihn grausam ausgestoßen hatte, daß das Leben an ihm vorübergezogen war und er nie wirklich daran teilgehabt hatte. Daher konnte er natürlich auch nicht auf große und bunte Erinnerungen zurückblicken, die ihm geholfen hätten, seine Einsamkeit leichter zu ertragen.Unabänderlich pünktlich erschien er tagtäglich fünf Minuten vor neun am Haupteingang der Bank, tauchte auf wie ein Geist, adrett, sicher, unvermeidlich, einen Hut auf dem kleinen Kopf, die Augen starr und durchdringend hinter silbergefaßten Brillengläsern. Der stellvertretende Geschäftsführer öffnete ihm die Tür, begrüßte ihn mit einem kurzen Nicken und einem energischen Guten Morgen, was in Angus' verbittertem Herzen regebnäßig dieselbe Reaktion