Bővebb ismertető
Seit der Eröffnung des neuen Museumsgebáudes im Jahre 1891 wurde als Bezeichnung der kultur- und kunsthistorischen Sammlungen des ehemaligen Kaiserhauses in zunehmendem MaCe der Name „Kunsthistorisehes Museum" verwendet. Die im Verband dieses Museums heute vereinigten Sammlungen sind aus dem Besitz einzelner Persönlichkeiten des „Hauses Österreich" hervorgegangen. Der Entwicklung nach findet sich in der Schatzkammer der álteste bis ins XIII. Jahrhundert zurückreichende Bestand; der Grundstock des Münz- und Antikenkabinetts dürfte schon unter Kaiser Maximilian I. (f 1519) gelegt worden sein. Objekte der Gemáldegalerie und der nunmehr als Plastiksammlung bezeichneten Kunstkammer lassen sich bis auf die unter Kaiser Ferdinánd I. (f 1564) und seinem Sohne Maximilian II. (f 1576) eingerichtete Wiener Kunstkammer zuriickverfolgen. Im Erbgang, durch Tausch und Kauf kamen wahrend des XVII. und XVIII. Jahrhunderts wertvolle Kultur- und Kunstdenkmáler aus der Grazer und Prager Residenz nach Wien und wurden durch die Galerie und Kunstkammer des Erzherzogs Leopold Wilhelm (f 1662) sowie durch die am Beginn des vorigen Jahrhunderts mit den Sammlungen des Kaiserhauses in Wien vereinigten Bestánde der Ambraser Kunstkammer, Rüstkammer und Portrátsammlung des Erzherzogs Ferdinánd von Tirol (f 1595) bereiehert. Nach der 1918 erfolgten Gründung der ersten Republik wurden unter anderem auch die beiden Schatzkammern, die Estensische Sammlung, die Gobelinsammiung und schlieBlich die Sammlung historischer Prunk- und Gebrauchswagen mit dem Monturdepot dem Kunsthistorischen Museum eingegliedert. Als notwendige Annexe konnten zum Hauptgebáude Ráume in der Altén Burg (Schatzkammern, Monturdepot), Neuen Burg (Ephesische Reliefs, Waffensammlung, Sammlung altér Musikinstrumente, Tapisseriensammlung), in Schönbrunn (Wagenburg) und im Hauptmünzamt (Sammlung der Prágestempel) gewonnen werden. Bereits im Jahre 1931 lagen 200 Abbildungen der interessantesten Werke aus dem Bereich aller Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in einem handlichen Band vor. Die zweite Auflage bot 1952 in gröBerem Bildformat 280 Tafeln. Die dritte Auflage (1955) berücksichtigte ebenso wie die vorliegende vierte Auflage auf gleicher Tafelzahl die seither durchgeführte Neuordnung der staatlichen Kunstsammlungen. Wien, im Márz 1958.