Eine Füllé von Kunstwerken strömte um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts in München zusammen und staute sich in den Galerien, die in der Ze it der Kurfürsten entstanden waren. Die kleine Hofgarten-Galerie Kari Theodors war überfüllt, nicht minder die weiten Ráume des SchleifiheimerSchlosses, der Bedarf der Residenz, der Schlösser Nymphenburg und Dachau war reidilich gedeckt. So gut es ging, suchte man die andrángende Masse abzuleiten. Aber schliefilidh war die Erweiterung bezw. Erneuerung des Mündhener Galeriebaues ein...
Eine Füllé von Kunstwerken strömte um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts in München zusammen und staute sich in den Galerien, die in der Ze it der Kurfürsten entstanden waren. Die kleine Hofgarten-Galerie Kari Theodors war überfüllt, nicht minder die weiten Ráume des SchleifiheimerSchlosses, der Bedarf der Residenz, der Schlösser Nymphenburg und Dachau war reidilich gedeckt. So gut es ging, suchte man die andrángende Masse abzuleiten. Aber schliefilidh war die Erweiterung bezw. Erneuerung des Mündhener Galeriebaues ein dringendes Bedürfnis geworden, und König Max I., hinter dem damals schon die treibende Kraft des Kronprinzen Ludwig stand, gab der musealen Frage um so gröfiere Bedeutung, als ihr stark innerpolitisch-reprásentativer Charakter beizulegen war. Der gerade für den bayerischen Hof naheliegende Blick auf die unter Napoleon I. in Paris entstandenen Museen beförderte die Pláne, auch Münchens Rangerhöhung zur Königsresidenz durdh eine wirkungsvolle, kulturelle Bestátigung merken zu lassen. Das neue Königtum bedurfte der Manifestation. Dafi diese bei aller Grofizügigkeit namentlich unter Ludwig I. zunáchst nicht im Mifiverháltnis zu den verfügbaren Mitteln stand und den Eindruck überspannter, unangebrachter Anstrengungen vermied, entsprach der sachlich-ökonomischen Gesinnung der bis vor kurzem in sehr viel besdieideneren Verháltnissen herangewachsenen Zweibrücker Línie des Wittelsbacher Hauses, die durch die rasch hintereinander erfolgte Erschöpfung dreier álterer Linien, darunter der altbayerischen und pfátzischen Kurlinie, unerwartet zur Regierung gelangte. Hatte König Max I. schon in den schwierigen Jahren der napoleonischen Zeit mit grofiem Geschick die Stellung seines Landes zu festigen gewufit und alle Fáhrnisse zwischen den grófién Gegnern, Frankreich und Österreich, glücklich überstanden, so nützte er die folgenden Friedensjahre vor allém, die wirtschaftlichen Verháltnisse seines Landes zu sichern und so die Grundlage für die Erfüllung der Kulturaufgaben zu schaffen. In diesem Sinne kann seine Regierungszeit nicht genug als die Voraussetzung der sehr viel glánzenderen und nachhaltigeren seines Sohnes Ludwig eingeschátzt werden. Noch unter Max I. hatte der Neubau einer Galerie greifbarere Formen angenommen. Der Galeriedirektor Mannlich hatte 1804, um die Raumnot etwas zu mildern, eine Erweiterung der Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Kari TheodorGalerie im Hofgarten
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Cím: Meisterwerke der älteren Pinakothek in München [antikvár]
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