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VORWORT
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Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, den Krieg aus eigens geschauter Wirklichkeit darzustellen, wie er ist, nicht aber ihn zu sehen, wie er in Romanen und Heldenbüchem der Jugend vorgezeichnet wird, um auf der einen Seite die notwendige subjektive Stimmung und auf der anderen eine objektiv unheilvolle Angstpsychose zu schaffen.
Es lag mir daran, den Krieg unter vielen Gesichtswinkeln zu {t
schildern und ihn besonders im Blickfeld von Ethik, Bevölkerungspolitik und Wirtschaft zu studieren. Ebenso mußte es meine Aufgabe sein, nicht in geschwollener Rede eine wissenschaftliche, abstrakte These zu verfechten, sondern den Massen ein Kriegsbild zu bieten, wie es aus persönlichem Erlebnis mir im Gedächtnis blieb. Es ging mir darum, fürs Volk den Kjrieg als Realität zu zeichnen. Deshalb vermochte ich mich auch nicht dazu aufzuraffen, alle taktischen oder strategischen Fragen anzuschneiden, die der moderne Totalkrieg aufgeworfen hat und die niemals voll und ganz gelöst werden können.
Einige der strategischen Probleme xmd taktischen Fragen mußten jedoch in die Arbeit eingeflochten werden, um die Einheitlichkeit des ganzen Buches zu wahren. In diesem Bestreben konnte an Ludendorff als dem eigentlichen militärwissenschaftlichen Vertreter der Totalkriegs-Theorie nicht vorbei gegangen werden. Das geschah einmal in der Absicht, Wahrheit von Dichtung zu scheiden, um die blutige Realität nicht als süße Romantik auftauchen zu sehen. Anderseits konnte auf die Zurückweisung der verschiedensten Irrtümer und Widersprüche des deutschen Generals nicht verzichtet werden.
Besondere Aufmerksamkeit ist dem Problem der seelischen Vorbereitung auf den Krieg überhaupt, sowie der Frage der Abwehrbereitschaft unter praktischen und ethischen Gesichtswinkeln gewidmet worden. Die Motorisierung der modernen Heere hat in vielen Köpfen den Gedanken aufkommen lassen, der Mensch bedeute in dem modernen Kriege fast nichts mehr, während die Maschine alles vorstelle. Diesen Kardinalirrtum modemer Stra-