Bővebb ismertető
Vorwort Der Dom zu Mainz hat als Kirchenbau nach innen und auBen höchste Aussagekraft. Nach innen ist der Dom ein weitgespannter Raum für den Gottesdienst, für die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde. Nach auBen und von auBen ist der Dom ein Zeichen des Glaubens, auch heute noch, obwohl er von modernen Hochháusern überragt wird. Aber der Dom ist auch durch seine Denkmáler bedeutsam. Als Bauwerk Spiegelt der Dom mit seinen verschiedenen Baustilen verschiedene Epochen wieder. Die Grabdenkmáler, die Plastiken im Dom überhaupt überspannen einen weit gröBeren Zeitraum, und zwar in der Weise der Darstellung, erst recht aber in dem Dargestellten. Dieses reicht von Christus dem Herrn in dem Udenheimer Kruzifixus und der Grablegung bis zum Grabmal des Bischofs Wilhelm Emánuel von Ketteler. Es ist dankenswert, daB neben dem Bau, dessen lOOOjáhriges Jubiláum wir feiern, auch die Ausstattung des Domes Beachtung findet. Die hier vorgelegte Auswahl will zusammen mit den Texten ein Hinweis zum Verstándnis sein. Sie zeigt, daB es für den Menschen immer wieder und zu allén Zeiten um den Menschen geht, freilich nicht um einen Menschen, der sich selbst genügen will, der in sich selbst verschlossen ist; es ist vielmehr der Mensch, der sich durch alle Zeiten und Geschicke hindurch eine Frage ist, die er sich selbst nicht zu beantworten vermag, sondern nur mit Gott, dem Schöpfer, dem Erlöser und dem Vollender sowohl des einzelnen wie der Menschheit überhaupt. Dadurch, daB diese Denkmáler ihren gemáBen Ort im Dom habén, wird deutlich, daB alle diese Menschen, sei es der Heilige Martinus, der Mann mit der Binde oder Bischöfe als Kurfürsten, um die Antwort des Menschen auf die Frage nach sich selbst gewuBt habén. Der Kruzifixus, der Gekreuzigte, wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch, umfángt alle Geschicke der Menschen durch alle Zeit hindurch. In der Erniedrigung des Kreuzes wird alle Erniedrigung und alles Leid der Menschen überboten; in Christus, dem machtvollen Haupt der Schöpfung, sind die Menschen, die den Tod erleiden, doch zur Auferstehung und zum ewigen Leben bestimmt. Unerschöpflich scheint im Laufe der Geschichte der Wechsel der Gestalten, aber auch der Wechsel in der Gestaltung. Das zeigen diese Bilder. Jedoch bleiben die Grundfragen die gleichen, wenn auch nicht als einfache Wiederholung, sondern jeweils neu und wie erstmalig erlitten. Die Antwort ist auch dieselbe: Christus, gestern, heute und in Ewigkeit. Aber auch dies ist nicht als bloBe Wiederholung